Monat: September 2016

Petra Lux – Ich will Texte lesen, die mich aufwühlen und Grenzen überschreiten.

Ich möchte Bücher, die begeistern, fesseln, nachdenklich stimmen und dabei so gut sind, dass sie mich auch Tage später nicht loslassen.  Ich will Texte lesen, die mich aufwühlen und Grenzen überschreiten. Ganz gleich ob nun Gegenwartsliteratur, Krimi, Thriller oder Sachbuch. Ich beschränke mich nicht auf eine Art von Literatur und bin offen für viele Genres. „Die Liebe zu den Büchern“, online seit Februar 2012, versteht sich als Anlaufstation für Leser, die Bücher ebenso lieben und Lust haben, immer wieder neuen Lesestoff zu entdecken.

www.dieliebezudenbuechern.de

Sandro Abbate – Ein Buch sollte etwas mitteilen, Form und Inhalt müssen stimmen.

Sandro Abbate ist freier Autor und Texter und betreibt seit 2014 den Literaturblog novelero.de. Hier bespricht er größtenteils Neuerscheinungen, führt Interviews mit Autoren und Verlegern und schreibt hin und wieder Portraits und Artikel zu aktuellen Anlässen und Themen, die ihn beschäftigen. Neben der deutschsprachigen Literatur haben es ihm die lateinamerikanischen Schriftsteller, allen voran Gabriel García Márquez, angetan. Bei Literatur allgemein ist ihm wichtig, dass Form und Inhalt stimmen, also ein Buch nicht einfach gut und unterhaltend geschrieben ist, sondern immer auch etwas mitzuteilen hat.

novelero.de

Katharina Herrmann – Ich mag mutige Bücher und lege Wert auf eine bewusst gestaltete Sprache.

Für schlechte oder mittelmäßige Bücher fehlt mir die Geduld. Ein Buch sollte mehr zu sagen oder darzustellen haben als einen bloßen Plot. Stereotype Figuren langweilen mich. Ich habe die Tendenz, Bücher politisch und gesellschaftskritisch zu lesen, mag mutige Bücher und lege Wert auf eine bewusst gestaltete Sprache. Ein Buch darf ruhig komplex sein, auch sprachlich. Ich mag es nicht, wenn ein Autor dem Leser keine Interpretation zutraut. Im Idealfall berührt ein Buch das Allgemeinmenschliche. Leider habe ich kein Herz und keinen Humor, entsprechend interessieren mich Liebesgeschichten in der Regel nicht, lustige Bücher finde ich oft sehr unlustig. Ich brauche kein Happy End. Aber ich habe ein Gehirn, und im Idealfall schafft es ein Buch, mich ordentlich zu verwirren. Wenn es mich darüber hinaus auch noch emotional trifft, obwohl ich kein Herz und keine Gefühle habe, dann wäre das großartig. Solche Texte würde ich gerne bekommen.

kulturgeschwaetz.wordpress.com

Gérard Otremba – Ich suche anspruchsvolle Literatur.

Sounds & Books ist ein Online-Magazin für Musik und Literatur, das ich als Chefredakteur verantworte. Neben meinem ehemaligen Wirken als Buchhändler arbeitete ich als Journalist u.a. für die Frankfurter Rundschau. Zur Zeit schreibe ich gelegentlich Buchbesprechungen für das Rolling Stone-Magazin. Die erlernte journalistische Objektivität zeichnet die Musik- und Buchrezensionen bei Sounds & Books aus, subjektive Befindlichkeiten haben keinen Einfluss auf die jeweiligen Kritiken. Je anspruchsvoller die Literatur, desto schöner die Herausforderung für mich als Rezensenten. Wer also literarisch mit z. B. Ian McEwan, Jonathan Franzen, Richard Powers, Dieter Forte, John Updike, J.D. Salinger, Eugen Ruge oder aber auch Sven Regener konkurrieren möchte, darf sich getrost an mich wenden.

www.soundsandbooks.com

Sarah Reul – Ich liebe gut erzählte Geschichten.

Bei Pinkfisch versammeln sich kurze und prägnante Leseeindrücke. Als Buchhändlerin wollte ich diese einem größeren Publikum zugänglich machen, und der Blog bot mir dafür die ideale Bühne. Ich blogge für alle, die sich für Literatur und den Buchhandel interessieren. Leserinnen und Leser, Menschen auf der Suche nach Lesestoff und Empfehlungen. Ich möchte für das Lesen begeistern, für Romane, Jugendbücher, Klassiker, Kurzgeschichten, ich lese querbeet und bin nicht festgelegt auf eine bestimmte Art von Literatur. Hier findet sich Jane Austen neben Erich Kästner und Haruki Murakami neben Benedict Wells – ich liebe gut erzählte Geschichten. Pinkfisch ist authentisch und steht für Begeisterung und positive Vernetzung. Gerade das Hervorheben von besonderen Büchern, Autoren und kleineren Verlagen ist über die Jahre zu einem Schwerpunkt geworden, der mir sehr am Herzen liegt.

pinkfisch.net

Constanze Matthes – Mir gefallen Bücher die literarische Qualität und Anspruch in sich vereinen.

Der Blog „Zeichen & Zeiten“ ist Lesechronik und Reich der Empfehlungen zugleich. Hier versammeln sich seit November 2011 all jene Bücher, die mich bereichert haben. Neben der deutschsprachigen Literatur liegt der Fokus auf Büchern aus Skandinavien, Amerika, Frankreich und Osteuropa – auch auf jenen, die es nicht auf die Bestseller-Listen schaffen, aber trotzdem literarische Qualität und Anspruch in sich vereinen.

Bücher, die mir nichts sagen, die mir nicht gefallen, lege ich ungelesen zur Seite. Das Leben ist zu kurz, um schlechte Bücher zu lesen. Alljährlich warten unzählige neue Bücher auf Leser, was jedoch nicht heißen soll, dass ältere Titel vergessen werden. Vielmehr wagt es der Blog zu erinnern. Die Backlist jedes Verlages oder die Regale jedes Antiquariats sind reich an Titeln, die im schnelllebigen Literaturbetrieb weniger Aufmerksamkeit erhalten. Viele Bücher geraten in Vergessenheit, die es allerdings verdienen, bekannt zu sein. Das Interesse für sie (wieder) zu wecken – auch das ist Anspruch und Anliegen von „Zeichen & Zeiten“.

zeichenundzeiten.com

Birgit Böllinger – Ich mag Literatur der Weimarer Republik, nordamerikanische Autoren sowie zeitgenössische deutschsprachige Literatur.

Seit 2013 finden sich unter dem Titel „Sätze&Schätze“ die literarischen Sätze und Schätze, die sich in einem Leserleben ansammeln: Schwerpunkte liegen auf der Literatur der Weimarer Republik, nordamerikanischen Autoren sowie zeitgenössischer deutschsprachiger Literatur. Ab und an werden literarische Orte vorgestellt und Kunst geschaut, weil Lesen eben doch nicht alles ist… Der Blog ist ein reines Freizeitvergnügen von Birgit Böllinger, Jahrgang 1966, im Hauptberuf Pressesprecherin einer Gebietskörperschaft (Bezirk) in Bayern. Regelmäßig bringen auch Gastautoren frischen Wind und neue Ansätze auf die Seite, die sich mit Lust&Leidenschaft Sätzen&Schätzen der Literatur verschrieben hat.

saetzeundschaetze.com

Gerrit ter Horst & Tabitha van Hauten – Sprache und Form faszinieren uns an Literatur.

Wir, Gerrit und Tabitha, sind zwei Literaturstudenten aus Berlin. Auf »Zeilensprünge« besprechen wir primär Gegenwartsliteratur und Romane des 19. und 20. Jahrhunderts. Dabei geht es uns um die kritische Analyse des Textes, aber auch um das Aufspüren von literarischen Traditionen und Kontinuitäten, die helfen, das weite Feld der Gegenwartsliteratur fassen und mögliche Trends ablesen zu können. Wir versuchen, Texte nicht bloß nach subjektivem Geschmack, sondern anhand objektiver Kriterien zu bewerten und mit anderen zu diskutieren. Was uns an Literatur fasziniert, ist die Sprache und die Form, nicht die Handlung. Fernab von trübem Ich-Realismus, der exhibitionistischen Selbstbekenntnisprosa und den Berlin Mitte-Befindlichkeiten der Gegenwartsliteratur suchen wir nach Literatur, die es wagt, mit konventionellen Formen zu brechen.

www.zeilenspruenge.de

Jochen Kienbaum – Ich brauche dicke, ausufernde, wahnwitzige und herausfordernde Romane.

Jochen Kienbaum lebt und liest in Berlin, und Literatur darf bei ihm alles, nur nicht langweilen. Wenn auf einem Buch das Label »Gehobene Belletristik« prangen könnte, dann gefällt es ihm. Seine großen Säulenheiligen heißen Arno Schmidt, James Joyce und Samuel Beckett. Wenn Romane verwegen dick, ausufernd, megalomanisch, wahnwitzig und herausfordernd sind, greift er zu, zum Beispiel bei Frank Witzels »Die Erfindung …« oder Guntram Vespers »Frohburg«, um zwei preisgekrönte Werke zu nennen. Was Jochen Kienbaum dennoch vermisst, sind Romanschriftsteller deutscher Sprache die auch einem David Foster Wallace, einem Joshua Cohen oder dem Altmeister Thomas Pynchon das Wasser reichen dürfen. Aber auch Trauben, die nicht ganz so hoch hängen sind schmackhaft. Jochen Kienbaum betrachtet »lustauflesen.de« als ein journalistisch-feuilletonistisches Angebot und seine Artikel und Besprechungen wollen mehr sein als flinke Empfehlungen.

lustauflesen.de

Sonja Graus – Ich mag feinen, ruhig auch schwarzen Humor, aber keine platten Witze.

Seit 2013 stelle ich auf meinem Blog „lust zu lesen“ Bücher vor. Mit dem
einzigen Ziel, Lust auf Bücher machen zu wollen. Am liebsten Lust auf Bücher,
die nicht schon im Vorfeld als Bestseller gehandelt werden. Mich fasziniert es,
wenn ich neben den „großen“ Büchern das kleine finde, das mich neugierig macht.
Das auf eine gewisse Weise anders ist. Das mich beim Lesen überrascht und dem
ich viele Leser wünsche.

Also: Schick mir dein Manuskript, wenn du mich auch überraschen willst. Wenn du
Charaktere lebendig werden lässt, die nicht bis zur Unkenntlichkeit glattpoliert
sind, sondern Ecken und Kanten haben. Wenn dir die Tiefen auszuloten wichtig ist
und du  Melancholie in Worte fassen kannst, ohne in Destruktivität zu
versumpfen. Wenn deine Story anders ist, aber nicht zwanghaft originell sein
will. Ich mag feinen, ruhig auch schwarzen Humor, aber keine platten Witze. Auf blutige Thriller, Science Fiction, Klischees und Happy-Ends verzichte ich gerne,
nicht aber auf geschliffene Sprache.

lustzulesen.de