Portrait Gunnar Kaiser

„Unter der Haut“
In verschiedenen Zeitebenen, vor historischem Hintergrund und mit einer ganz eigenen sprachlichen Ästhetik erzählt Gunnar Kaiser die Lebensgeschichte Josef Eisensteins. Ein Mörder, ein Mensch mit einer Obsession für Bücher. Oder die Geschichte eines Menschen auf einer obsessiven Suche nach dem einen, dem ganz besonderen Buch.

Gunnar Kaiser – Kandidat Kaffeehaussitzer

Ich bin Schriftsteller, Youtuber und Lehrer. Geboren wurde ich 1976 in Köln, das mich bisher seltsamerweise nicht hat gehen lassen. Auf meinem Blog philosophisch-leben.de schreibe ich über die Philosophie der Lebenskunst von Sokrates bis heute; und auf kaisertv.de plaudere über Literatur, Kultur und Politik. Seit einem Jahrzehnt unterrichte ich Deutsch und Philosophie am Gymnasium. Zurzeit arbeite ich an einem philosophischen Sachbuch mit dem Titel „Soll ich bleiben oder gehen?“ – es geht um die ewige Frage, ab wann man in einer Beziehung, im Job oder im Leben die Dinge nicht mehr zum Besseren verändern kann, sondern lieber Lebewohl sagen sollte …

Hier gehts weiter zum Beitrag des Bloggers auf dem Blog Kaffeehaussitzer


Interview mit dem Longlist-Autor

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?

Es ist irgendwo zwischen einer überraschenden Olympiateilnahme und einem großen Lottogewinn: Man kann ein ganz klein wenig dafür tun, aber weil man nie weiß, wie die Sterne genau stehen, bleibt die Überraschung groß, wenn es dann doch geschieht.

Warum hast Du Dich gerade bei dem Blog „Kaffeehaussitzer“ beworben?

In meinem Roman geht es (neben Liebe, Tod und Sex) um das Buch als Objekt der Schönheit und der Begierde. Sowohl die Auswahl der Bücher, die Uwe Kalkowski auf seinem Blog bespricht, als auch die Texte und die eindrucksvolle Gestaltung zeigen, wie groß sein Sinn für ästhetische Qualität ist – von Literatur, von Büchern, von Buchkunst … ach, was sag ich: des Lebens überhaupt!

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?

Diejenigen, die beim Blogbuster-Preis eingangs über Wohl und Wehe entscheiden, sind Menschen, die sich durch eine ausdauernde, kreative und liebevolle Arbeit, für die sie keinerlei Vergütung bekommen, über die Jahre ausgezeichnet haben. Die Bloggerinnen und Blogger haben ihre Passion, zu lesen und über die Lektüre zu schreiben, über die Jahre zu etwas gemacht, das andere so stark interessiert, dass ihre Präsenz für viele Menschen wichtig geworden ist – als manchmal leidenschaftlicherer, persönlicherer Kontrast und als Ergänzung zu den üblichen Kanälen der Literaturkritik. Bisweilen sogar als deren Ersatz.
Das ist etwas ganz Neues. Ich bin gespannt, ob sich dies in der Auswahl der Bücher widerspiegeln wird. Außerdem gefällt mir die Tatsache, dass der gesamte Prozess von Beginn an begleitet und öffentlich gemacht wird, sodass das Publikum den Weg der Bloggerinnen und Blogger, aber auch den vieler teilnehmender Autorinnen und Autoren verfolgen kann.

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Ich kann hier nur den „Kaffeehaussitzer“ zitieren: „Für mich ein klarer Kandidat für den ersten Platz beim Blogbuster-Wettbewerb.“

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Das Schreiben hat ein gutes Jahr gedauert, danach wurde „Unter der Haut“ hier und da mal eingesendet …

Was wirst Du zusammen mit Deinem Blogger noch unternehmen, um Dich und Dein Manuskript zu promoten?

Zuerst hatten wir daran gedacht, der Jury ein Angebot zu machen, das sie nicht ablehnen kann. Dann aber dachten wir, dass literarische Qualität sich auch ohne Promotion und Pferdeköpfe durchsetzen wird. Mittlerweile denken wir über einen dritten Weg nach …

2 Kommentare

  1. Pingback: Ein Cafégespräch mit Gunnar Kaiser – Blogbuster

  2. Joachim von Mengershausen

    Sehr spannend, was Sie da sagen. Ich denke seit einigr Zeit übrr staatliche Kulturförderung, insbesonders Film betreffend. Peter Lilienthal macht auf Sie aufmerksam. Könnte Sie das interessieren?
    Ich lebe in Köln. Vielleicht könnten wir uns treffen?
    Joachim von Mengershausen

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