Sebastian Guhr gewinnt den Blogbuster-Preis 2018

Der zum zweiten Mal vergebene Preis der Literarturblogger geht in diesem Jahr an den Berliner Autor Sebastian Guhr. Mit seinem Romanmanuskript „Die langen Arme“ konnte der 35-jährige Guhr die siebenköpfige Jury überzeugen und gewinnt damit einen Vertrag mit dem Autorenverlag Kein & Aber.

Eine Geschichte, die heraussticht

Ausgewählt wurde Guhrs Manuskript vom Literaturblog „Das Debüt“. Nach der Shortlist-Nominierung konnte sich Guhr schließlich gegen die Autorinnen Miku Sophie Kühmel und Sabine Huttel durchsetzen. „Eine Kakophonie aus Katzenrülpsern, die politische Wende und zwei heranwachsende Schwestern in einer bizarren Welt zwischen Realität und magischer Absurdität – mit literarischer Leichtigkeit erzählt Sebastian Guhr eine nie dagewesene Geschichte, die heraussticht und unverwechselbar bleibt“, so das Urteil der Jury unter dem Vorsitz von ARD-Literaturkritiker Denis Scheck.

Die Preisverleihung und Vertragsunterzeichnung im Verlag wird im November in Zürich stattfinden. Kein & Aber-Cheflektorin Sara Schindler freut sich bereits auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Autor: „Sebastian Guhrs Manuskript ist ungewöhnlich, frisch, experimentell und sehr stilsicher geschrieben.“

Unter 180 Einsendungen ausgewählt

Insgesamt wurden 180 unveröffentlichte Romanmanuskripte zum Wettbewerb eingereicht. Elf ausgewählte Literaturblogger haben Anfang März jeweils einen Titel für die Longlist nominiert. Der Jury gehören neben Sara Schindler auch der ARD-Literaturkritiker Denis Scheck, die Literaturagentin Elisabeth Ruge, Lars Birken-Bertsch von der Frankfurter Buchmesse, die Bestsellerautorin Isabel Bogdan, Rechtsanwalt Tilman Winterling und Literaturblogger Tobias Nazemi an. Gefördert wird der Blogbuster-Preis von der Frankfurter Buchmesse, Kein & Aber, Brandrevier und Orbanism.

Eine Leseprobe des Gewinnermanuskripts ist unter www.blogbuster-preis.dein verschiedenen eBook-Formaten zum kostenlosen Download verfügbar.

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Pressefoto:

 

 

 

 

 

 

 

Blogbuster-Preisträger Sebastian Guhr wurde 1983 in Berlin geboren, wo er Philosophie und Germanistik studierte. Zurzeit ist er Stipendiat der Lydia-Eymann-Stiftung in Langenthal/Schweiz. (Foto: privat)

Über das Manuskript

„Die langen Arme“ erzählt die Geschichte zweier Schwestern. Die jüngere Schwester – Yvette – ist Syntästhetikerin. Ihr Hobby ist es, Geruchsinstrumente zu spielen, die anstelle von Tönen Gerüche erzeugen. Antje – die ältere Schwester und Ich-Erzählerin dieses Romans – entdeckt ein Tunnelnetz, das sich unter der Stadt erstreckt und ihr erlaubt, das Leben der Anderen unbemerkt zu beobachten. Eines Tages kommt die politische Wende, die auch private Folgen für das Leben beider Schwestern hat.

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Shortlist-Kandidat Sebastian Guhr im Interview mit Das Debüt

Vor kurzer Zeit wurde die Shortlist des diesjährigen Blogbuster-Preises bekannt gegeben: Unser Vorschlag für die Veröffentlichung – „Die langen Arme“ von Sebastian Guhr – ist eines der drei Manuskripte, die weiterhin die Chance darauf haben, nächstes Jahr im Autorenverlag Kein & Aber zu erscheinen. Da wir von den Qualitäten des Textes überzeugt sind, drücken wir ihm weiterhin alle Daumen, die uns zur Verfügung stehen!

Wer ist aber Sebastian Guhr? Wie schreibt er und welche Autoren stehen auf seinem Hausaltar? Dies und noch mehr verrät uns Sebastian in einem kurzen Interview, das wir mit euch gerne teilen. Viel Spaß beim Lesen!

Wann hast Du begonnen, literarische Texte zu schreiben?

Mit Anfang 20. Vorher habe ich lieber gemalt und gezeichnet.

Wovon handelten Deine ersten Schreibversuche?

Von mir selbst natürlich. Die reinste Nabelschau.

Was hast Du unternommen, um Deine Texte (kurz wie lang) an die Leser und Leserinnen zu bringen?

Ich kannte überhaupt niemanden im Literaturbetrieb, außerdem wollte ich aus einem elitaristischen Prinzip heraus nicht an Wettbewerben teilnehmen…

Hier gehts zum Rest des Interviews.

Die Shortlist des Blogbuster 2018

Seit Wochen warten alle Beteiligten gespannt darauf und nun ist sie da – die Shortlist des Blogbuster 2018. Von den 15 beteiligten BloggerInnen konnten Anfang des Jahres vier keinen Text finden, mit dem sie weiter machen wollten, also umfasste die Longlist dieses Jahr nur elf Titel und nun ist die Zahl der KandidatInnen auf magere drei geschrumpft. Ich freue mich sehr, dass „meine“ Autorin Sabine Huttel mit ihrem Roman Ein Anderer darunter ist. Wenn ich jetzt sage, dass ich das nicht gewusst habe, als ich am Sonntag die Rezension über ihren Roman geschrieben und für Dienstag geplant habe, glaubt mir das ja doch keiner, war aber so.

Anders als ursprünglich geplant, ist die Preisverleihung nun aber nicht schon im Mai. Eigentlich sollte bis dahin ein Sieger gekürt sein, damit der Roman bis Oktober bei kein & aber erscheinen kann und bei der Buchmesse dann präsentiert wird. Das ist sehr,  sehr wenig Zeit für Lektorat, Herstellung, Marketing und alles, was noch dazu gehört. Deshalb wird bei der Buchmesse erst der Sieger bekanntgegeben, der Roman ist dann im Frühjahrsprogramm des Verlags. Geduld ist nun wirklich keine meiner Tugenden und ich wäre froh gewesen, hätte es im Mai eine Entscheidung gegeben, ich verstehe diese Argumentation aber völlig und halte sie sogar für vernünftig. Die Daumen müssen also noch ein bisschen gedrückt bleiben…

Hier gehts weiter auf dem Blog Schiefgelesen.

Die Shortlist des Blogbuster-Preises steht

Am vergangenen Freitag hat die siebenköpfige Fachjury des Blogbuster-Literaturpreises getagt und aus den elf von Literaturbloggern nominierten Longlist-Titeln drei Romanmanuskripte für die Shortlist ausgewählt. Sebastian Guhr, Sabine Huttel und Miku Sophie Kühmel sind mit ihren Texten eine Runde weitergekommen und können sich Hoffnung auf die Veröffentlichung ihres Romans beim Autorenverlag Kein & Aber machen.

Synästhesie, Euthanasie und ein Flugzeugabsturz

Den wohl skurrilsten Beitrag auf der Shortlist hat der Autor Sebastian Guhr mit seinem Roman „Die langen Arme“ beigesteuert. Darin erzählt er die Geschichte zweier Schwestern. Die jüngere – Yvette – ist Synästhetikerin. Ihr Hobby ist es, Geruchsinstrumente zu spielen, die aus Tierkadavern gebaut werden und anstelle von Tönen Gerüche erzeugen. Ausgewählt wurde das Manuskript vom Blog „Das Debüt“.

Ebenfalls außergewöhnlich und beklemmend ist Sabine Huttels Roman „Ein Anderer“, ausgewählt vom Blog „Schiefgelesen“. Der Protagonist Ernst Kroll hört schwer, ist langsam und kann nicht richtig sprechen. Seine angeborene Schilddrüsenerkrankung wird weder erkannt noch behandelt. Stattdessen verordnet man ihm frische Luft. Ein junger Arzt, der den Vierjährigen angeblich wissenschaftlichen Versuchen unterzieht, entpuppt sich später als Verfechter des Euthanasie-Gedanken.

Die jüngste Autorin auf der Shortlist ist die 1993 geborene Miku Sophie Kühmel, deren Roman „Fellwechsel“ in Island spielt. Hier findet jedes Frühjahr die größte internationale Messe für Salzwasserfischfang statt. Auch Rina und Henning sind dabei. Nach der Messe startet nur noch ein letzter, völlig überbuchter Flug, bevor am Wochenende Stürme und Unwetter das Reisen unmöglich machen. Rina tritt den letzten Platz an Henning ab. Dann erfährt sie die Nachricht: Das Flugzeug ist abgestürzt. Keine Überlebenden. Das ändert etwas in Rina, denn zurückzufliegen würde ein Anerkennen der Realität bedeuten. Die Autorin wurde vom Blog „Textmagazin“ nominiert.

Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse

Einstimmig hat sich die Jury auch dafür entschieden, den Preisträger erst auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober bekanntzugeben. Sara Schindler, Cheflektorin bei Kein & Aber begrüßt diese Änderung: „Der Roman des Preisträgers oder der Preisträgerin wird dann im nächsten Jahr zur Frankfurter Buchmesse 2019 erscheinen, was uns die notwendige Zeit für das Lektorat und das Marketing des Buches lässt.“

Insgesamt wurden 180 unveröffentlichte Romanmanuskripte zum Wettbewerb eingereicht. Elf ausgewählte Literaturblogger haben Anfang März jeweils einen Titel für die Longlist nominiert. Der Jury gehören neben Sara Schindler auch der ARD-Literaturkritiker Denis Scheck, die Literaturagentin Elisabeth Ruge, Lars Birken-Bertsch von der Frankfurter Buchmesse, die Bestsellerautorin Isabel Bogdan, Rechtsanwalt Tilman Winterling und Literaturblogger Tobias Nazemi an. Gefördert wird der Blogbuster-Preis von der Frankfurter Buchmesse, Kein & Aber, Brandrevier und Orbanism.

Pressefotos:

 

 

 

 

Stehen auf der Shortlist des Blogbuster-Preises: Sabine Huttel, Sebastian Guhr und Miku Sophie Kühmel (v. l. n. r.)

 

 

 

 

 

 

Am vergangenen Freitag hat die siebenköpfige Fachjury des Blogbuster-Literaturpreises getagt und drei Romanmanuskripte für die Shortlist ausgewählt.

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Blogbuster 2018 | Interview mit Alexander Raschle

Langsam steigt die Spannung beim Blogbuster 2018. Die Longlist steht, leider haben nicht alle Blogger*innen Manuskripte für sich gefunden. Umso glücklicher sind wir, dass der Roman Die grauen Kinder von Alexander Raschle bei uns gelandet ist. Ein Longlist-Porträt und das Blogbuster-Lesebuch sind bereits online und auch wir hatten noch ein paar Fragen an Alexander Raschle. Bei einem Treffen im Zürcher Literaturcafé Kosmos sprachen wir mit dem ehemaligen Offizier der Schweizer Armee über seinen Roman und Lieblingsbücher.

DIE GRAUEN KINDER

Poesierausch: Wie kam dir die Idee zu deinem Text Die grauen Kinder? Und wie bist du auf den Titel gekommen?
Alexander Raschle: Die Erfahrungen meiner Militärzeit haben sich mit dem Réduit- und Gotthard-Topos vermischt. Der Stoff an sich ist ja nicht neu; darüber haben schon bekannte Schweizer Autoren geschrieben, Frisch, Kracht oder Dürrenmatt. Es wundert mich aber, dass es nicht mehr sind. Die unterirdische Schweiz, einzigartig in ihren Auswüchsen und so stark mit Geschichte und Symbolik aufgeladen, wurde literarisch bisher erst sehr vorsichtig erforscht. Da geht’s noch viel tiefer rein, ist noch viel mehr getarnt und versteckt, Sedimente von Ängsten und Geheimnissen.
Zum Titel: Zwischen Soldaten und Kindern bestehen seltsame Gemeinsamkeiten. Oft ist das Schweizer Militär in Zivilschutzanlagen unsichtbar unter Schulen und Kindergärten einquartiert. Und wenn dann in Zweierkolonnen marschiert und gesungen wird, wenn es gespieltes Töten und echte Tränen gibt, weiss man manchmal nicht mehr, welche oben und welche unten sind…

Weiter gehts hier auf dem Blog Poesierausch.

Über das Reisen und das Schreiben

Ein Gespräch mit Blogbusterpreis-Kandidatin Tina Ger

Der Blog Kaffeehaussitzer ist einer der fünfzehn am Blogbuster-Preis beteiligten Literaturblogs. Autorinnen und Autoren haben insgesamt 180 unveröffentlichte Manuskripte eingereicht; jeder Blog musste sich für eines entscheiden, das er für die Longlist des Preises nominiert. Die Jury wird diese Manuskripte eingehend prüfen und daraus eine Shortlist aus drei Titeln erstellen. Einer dieser drei geht dann als Sieger aus dem Blogbuster-Wettbewerb hervor und erhält einen Verlagsvertrag beim Verlag Kein & Aber. Das Buch erscheint dann im Herbst 2018.

Ich habe den Roman „Das Angeln von Piranhas“ nominiert und nachdem ich bereits über das Manuskript und den Auswahlprozess berichtet habe, stelle ich nun die Autorin Tina Ger im Interview näher vor…

Hier gehts weiter auf dem Blog Kaffeehaussitzer.

Die Blogbuster-Longlist steht

Blogger nominieren elf Titel für den Blogbuster-Preis

Die Longlist des diesjährigen Blogbuster-Preises steht fest. Unter den 180 eingesandten Romanmanuskripten haben die teilnehmenden Literaturblogger insgesamt elf Titel ausgewählt, mit denen sie ins Rennen um den diesjährigen Preis der Literaturblogger gehen werden. Auf der Wettbewerbsseite steht ein Longlist-Lesebuch mit Leseproben, Autorenvita und den Blogger-Bewertungen zum Download bereit.

Wertvolle Online-Publicity

Dem Gewinner winkt ein Verlagsvertrag und eine Veröffentlichung im diesjährigen Herbstprogramm von Kein & Aber. Bis aber die siebenköpfige Fachjury am 23. April die Shortlist und Anfang Mai den Preisträger verkündet, haben die Blogger Zeit, auf ihren Blogs und Social Media-Kanälen für ihre favorisierten Manuskripte die Trommel zu rühren. Im letzten Jahr konnten dadurch allein 110.000 Page Impressions und 200.000 Reichweiten-Kontakte auf Facebook und Twitter erzielt werden. Wertvolle Online-Publicity, von der nicht nur der Gewinnertitel profitiert. Im letzten Jahr konnten im Anschluss an den Wettbewerb acht Longlist-Autoren/innen einen Verlags- oder Agenturvertrag abschließen.

Die Longlist-Titel der Blogs:

1: Doris Brockmann Tuppek am seidenen Faden literaturcafe.de
2: Jürgen Buchinger [Ohne Titel] KulturErnten
3: Tina Ger Das Angeln von Piranhas Kaffeehaussitzer
4: Sebastian Guhr Die langen Arme Das Debüt
5: Sabine Huttel Ein Anderer schiefgelesen
6: Charlotte Kliemann Nenn ich dich Aufgang oder Untergang Ruth liest
7: Miku Sophie Kühmel Fellwechsel textmagazin
8: Anna Neder v. d. Goltz Martha schweigt BuchGeschichten
9: Alexander Raschle Die grauen Kinder Poesierausch
10: Iden Wagner Rollende Wale paperandpoetry
11: Mirjam Ziegler Die Federn meiner Mutter Rudkoffsky.com

Weitere Informationen unter: blogbuster-preis.de

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Das Blogbuster Longlist-Lesebuch ist da. Jetzt als eBook kostenlos auf www.blogbuster-preis.de herunterladen.


Redaktionskontakt:

Tobias Nazemi
Brandrevier GmbH
Gemarkenstraße 138 a
45147 Essen
Tel. 0201 – 874293 – 0
nazemi@brandrevier.com

Portrait Sebastian Guhr

„Die langen Arme“

„Die langen Arme“ erzählt eine Geschichte zweier Schwestern. Die jüngere Schwester – Yvette – ist Syntästhetikerin. Ihr Hobby ist es Geruchsinstrumente zu spielen, die aus Tierkadavern gebaut werden und statt Töne Gerüche erzeugen. Antje – die Ich-Erzählerin dieses Romans – entdeckt ein Tunnelnetz, das sich unter der Stadt erstreckt und das ihr erlaubt, das Leben der Anderen unbemerkt zu beobachten. Eines Tages kommt die politische Wende, die auch private Folgen für das Leben beider Schwestern hat.

Sebastian Guhr – Kandidat Das Debüt

Sebastian Guhr wurde 1983 in Berlin geboren, wo er Philosophie und Germanistik studierte. Der Roman “Die Verbesserung unserer Träume“ erschien im Herbst 2017 im Luftschacht Verlag. Zurzeit ist er Stipendiat der Lydia-Eymann-Stiftung in Langenthal/Schweiz.

Hier gehts zum Beitrag auf dem Blog Das Debüt.


Interview mit dem Longlist-Autoren

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?

Als ich mich beworben hatte, ging ich schon davon aus, auf der Longlist zu landen. Im Laufe der Monate habe ich meine Bewerbung allerdings ganz vergessen, weshalb ich dann jetzt doch überrascht war.

Warum hast Du Dich gerade bei Das Debüt beworben?

Das Debüt gefällt mir vom Konzept her und weil ich einen literaturwissenschaftlichen und philosophischen Hintergrund der Autorinnen bemerke. Es gibt keine ungefilterten Harmlosigkeiten wie auf so vielen anderen Blogs; sie können Literatur von Kunsthandwerk unterscheiden (was viele andere Blogger offenbar nicht können); es gibt dort keinen Gedankenbrei sondern bearbeitete Beiträge; sie loben nicht bloß sondern haben einen analytischen Blick auf Literatur und Gesellschaft.

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?

Die Aussicht auf Aufmerksamkeit. Mein eitles Bedürfnis, zu gefallen und gelobt zu werden.

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Da spielen viele Kriterien eine Rolle, nicht nur Qualität. Manchmal fällen Jurys ganz haarsträubende Entscheidungen. Man sollte die Fähigkeiten von Jurys sowieso nicht überschätzen, aus diversen Gründen kommt da oft Konsens-Quark raus.

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Ich habe den Roman im Oktober beendet und gleich beim Blogbuster-Preis eingereicht, viel anderes konnte ich da noch gar nicht unternehmen. Es hat ein Jahr gedauert, ihn zu schreiben.

Was wirst Du zusammen mit Deiner Bloggerin noch unternehmen, um Dich und Dein Manuskript zu promoten?

Ach, wir müssen da nicht mehr viel promoten. Die Jury soll voten, ohne Promotion und Devotion.

Portrait Miku Sophie Kühmel

„Fellwechsel“

Ísafjörður in Nordisland. Hier findet jedes Frühjahr die größte internationale Messe für Salzwasserfischfang statt. Auch Rina und Henning sind dabei. Nach der Messe startet nur noch ein letzter, völlig überbuchter Flug, bevor am Wochenende Stürme und Unwetter das Reisen unmöglich machen. Rina tritt den letzten Platz an Henning ab. Dann erfährt sie die Nachricht: Das Flugzeug ist abgestürzt. Keine Überlebenden. Das ändert etwas in Rina: Denn Zurückfliegen, würde ein Anerkennen der Realität bedeuten.

© Sophie Kerenyi

Miku Sophie Kühmel – Kandidatin Textmagazin

Miku Sophie Kühmel ist 1992 in Gotha geboren und aufgewachsen. An der Humboldt-Universität zu Berlin und der New York University studierte sie von 2010 bis 2017 Literatur, unter anderem bei Roger Willemsen und Daniel Kehlmann. Sie ist als Autorin und Podcast-Produzentin rund um das gesprochene und geschriebene Wort tätig. Seit 2013 erscheint ihre Kurzprosa regelmäßig in Zeitschriften und Anthologien. Nach Fellwechsel arbeitet sie derzeit an ihrem zweiten Romanprojekt.

Hier gehts zum Beitrag auf dem Blog textmagazin.


Interview mit der Longlist-Autorin

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?

Ich kann leider nicht so gut rechnen, weswegen ich es meistens vermeide. Gehofft habe ich das natürlich, aber meistens ist’s für das eigene Seelenheil besser, auf eine Absage zu warten oder überhaupt zu vergessen, dass man etwas irgendwo eingeschickt hat.

Warum hast Du Dich gerade bei Textmagazin beworben?

Tjaha! Hab ich gar nicht. Mein Text lag bei einem anderen Blog und wurde von Milena vom textmagazin aus dem Manuskript-Pool gefischt, an einem Punkt also nominiert, an dem ich bereits dachte, Hopfen, Malz und Bloggerpreis seien verloren. Mittlerweile weiß ich natürlich, dass textmagazin der beste Literaturblog des Universums ist…

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?

Der Literaturbetrieb fühlt sich von außen meistens an wie eine Art Märchenschloss im Hochsicherheitstrakt. Kein Weg führt hinein und man steht vor einer riesigen Mauer, an der man sich immer weiter entlang tastet. Jedes Mal, wenn ein Versuch, sich hinein zu schleichen, scheitert, tut das weh. Wettbewerbe wie dieser sind dann extrem seltene, großartige Chancen. Und mit den Bloggern hat man es, meiner Erfahrung nach, mit sehr begeisterungsfähigen Enthusiasten zu tun, die Bock haben. Das macht Spaß.

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Ihr immer mit eurem Gerechne! Es gilt: ich rechne gar nicht, mit nix. Ich versuche, den Status Quo zu genießen, sonne mich im Glanz der Longlist und schöpfe daraus Energie, um weiter zu machen. Aufhören ist nämlich keine Option.

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Uff, ich habe ja immer neben Studium, Arbeit undsoweiter geschrieben. Insgesamt hat es, denke ich, ungefähr ein Jahr gedauert. Unternommen habe ich schon das ein oder andere – letztes Jahr war ich z.B. auch schon hier dabei, bin aber knapp vor der Longlist rausgeflogen.

Was wirst Du zusammen mit Deiner Bloggerin noch unternehmen, um Dich und Dein Manuskript zu promoten?

Milena hat sich einen Auszug aus dem Roman gesucht, den sie gern auf den Blog packen möchte, und außerdem wird auch sie mir wohl noch ein paar Fragen stellen.

Portrait Anna Neder v. d. Goltz

„Martha schweigt“

In ihrem Manuskript „Martha schweigt“ erzählt Anna Neder v. d. Goltz von Entfremdung und davon, wie diese in einer sozialen Gemeinschaft zur Ausgrenzung führt. Gibt es ein Zurück? Und wenn ja, zu welchem Preis? Der Roman ist ein Mosaik aus Lebensgeschichten, in deren Mittelpunkt Martha steht. Jede der Figuren sucht einen Ausweg aus Demütigung, Unterdrückung und Abhängigkeit zu finden.

Anna Neder v. d. Goltz – Kandidatin BuchGeschichten

Anna Neder-von der Goltz lebt als Autorin in Nürnberg. Sie studierte Sonderpädagogik und Theaterwissenschaft, promovierte in Philosophie zum Thema Jugendliche mit begrenzter Lebenserwartung und leitete jahrelang zahlreiche Theater- und Tanzprojekte an Schulen. Seit 2012 ist sie Mitglied im AutorenVerband Franken und hält seitdem Lesungen in der Region. Sie veröffentlichte Erzählungen in verschiedenen Anthologien, u.a. zum Schaeff-Scheefen-Preis 2017. Ihr erster Erzählband „Ein anderes Leben wünsch ich mir“ erschien 2014. www.neder-goltz.de

Interview mit der Longlist-Autorin

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?

Zunächst nur zögerlich, doch als vor zwei Wochen eine Lektorin aus München und eine Agentur aus Berlin Interesse an meinem Manuskript zeigten, rechnete ich mir erste Chancen aus.

Warum hast Du Dich gerade bei BuchGeschichten beworben?

Entfremdung und Ausgrenzung sind Thema meines Romans und da ich ganz nah an meine Figuren herangehe, um zu verstehen, was sie bewegt, und ich mich in ihre seelischen Abgründe und ihre soziale Einsamkeit hineinversetze, ohne ihre Handlungen zu beurteilen, spricht mir meine Bloggerin aus dem Herzen, wenn sie schreibt: „Ich muss mich nicht unbedingt mit den Figuren identifizieren, sie aber verstehen können. … Abgründe wecken meine Neugier – die verborgenen, dunkleren Winkel der menschlichen Seele und der Gesellschaft.“

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?

Literaturblogs werden von denjenigen gemacht, die sich sehr intensiv mit Sprache und Geschichten befassen.
Mein Roman ist abwechselnd aus der Perspektive meiner Protagonistin und der anderen Figuren geschrieben, und seine Themen fordern den Leser tiefer einzusteigen. Deshalb war ich froh zu wissen, dass jemand Professionelles die literarische Qualität meines Romans prüft, ohne gleich dessen Marktfähigkeit im Blick haben zu müssen.
Der Preis wäre für mich wunderbar und ein Ansporn weiterzuschreiben. Ich habe größten Respekt vor den Mitgliedern der Jury.

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Meine Stärke liegt in meiner Sprache, dies wurde mir in Workshops immer wieder bestätigt. Ich kann Atmosphäre schaffen, die Stimmungen meiner Figuren gut einfangen und ihre Welt, in der sie um die Erfüllung ihrer Träume ringen, gut beschreiben. Auch für meine Dialoge erhielt ich durchwegs positive Rückmeldungen, deshalb bin ich jetzt mal mutig und hoffe das Beste.

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Ich habe an meinem Roman ca. zwei Jahre gearbeitet und ihn nun pünktlich zum Blogbusterpreis 2018 fertiggestellt.

Was wirst Du zusammen mit Deiner Bloggerin noch unternehmen, um Dich und Dein Manuskript zu promoten?

Wir sind gerade dabei uns etwas zu überlegen.