Kategorie: Portrait

Portrait Daniel Faßbender

„Die weltbeste Geschichte vom Fallen“
Ein 21jähriger Ich-Erzähler, der irgendwie lose in der Luft, konkreter in der Stockholmer Luft hängt. Er ernährt sich hauptsächlich von Zimtwecken und Kakao, trägt Marken-Sneakers, H&M-Mütze und Ray Ban Wayfarer und hält sich gerne über den Dächern von Stockholm auf – denn beim „Roofing“ findet er „eine ganze Welt ohne andere Menschen, ein riesiger Abenteuerspielplatz nur für mich.“ Erst als er auf die drei Jahre ältere Bojana trifft, kommt ein Halt, ein doppelter Boden in sein Leben. Der ihm dann kurz darauf wieder entzogen wird und sein sowieso schon fragiles Lebenskonzept ins Schwanken bringt.

Daniel Faßbender –
Kandidat Sätze & Schätze

Man könnte die Stimme schon mal gehört haben. In einem Nachrichtenbeitrag über Donald Trump, das Wetter, brennende Wälder oder was auch immer. Daniel Faßbender ist Journalist und arbeitet für mehrere Fernsehsender. Davor war er Seemann, um die Welt zu sehen. Um das Schreiben zu üben und die Angst vor weißen Blättern zu verlieren, hat er bei einer großen Boulevard-Zeitung volontiert. Das Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft, Politik und Geschichte – abgeschlossene Vergangenheit. Er lebt in Köln und findet Bücher, das Meer und Dächer ziemlich gut.

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Interview mit dem Longlist-Autoren

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet? 

Nicht damit gerechnet, aber anfangs hatte ich natürlich jede Menge Hoffnung. Doch dann hakte ich den Wettbewerb recht schnell für mich ab. Der Blog „Bücherwurmloch“, wohin ich mein Manuskript ursprünglich geschickt hatte, legte sich im Januar auf andere Favoriten fest. Das war‘s, dachte ich. Doch dann: Plottwist! Ende Februar, wenige Tage vor Ablauf der ersten Runde, erhielt ich völlig unverhofft eine Mail von Birgit Böllinger vom Blog „Sätze und Schätze“. Sie wollte meinen Text für die Longlist einreichen. Was ich nicht wusste: Bücherwurmloch hatte mein Manuskript in einen Pool mit vielversprechenden Manuskripten gegeben. Dort war er Birgit aufgefallen. Happy End!

Warum hast Du Dich gerade bei dem Blog „Sätze und Schätze“ beworben? 

Das habe ich leider gar nicht. Ich dachte: ein junger Text und ein junger Blog wie „Bücherwurmloch“, das macht Sinn. Dabei habe ich aus den Augen verloren, dass es bei Romanen nicht um alt oder jung geht. Es geht um gute Geschichten, darum in fremde Köpfe zu blicken und sich auf das einzulassen, was einem selbst vielleicht fern scheint. Birgit Böllinger hat mir das wieder vor Augen geführt. Sie liebt Literatur ohne in albernen Kategorien zu denken und das merkt man ihrem Blog an.

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?

Der Literaturbetrieb scheint im Moment ziemlich große Berührungsängste bei Neuem zu haben – neuen Themen, neuen Vermarktungsmöglichkeiten, aber vor allem auch neuen, noch unbekannten Autoren. Blogger dagegen sind angstfrei. Das hat mich gelockt. Und der mögliche Verlagsdeal – ganz vielleicht spielte der auch eine klitzekleine Rolle.

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Ich glaube, das Rennen ist völlig offen. Meine Chancen liegen bei 1:14. Im Moment bin ich einfach sehr dankbar, dass mein Text wahrgenommen wird.

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Die Recherche, das Schreiben, das Überarbeiten und das Überarbeiten und das Überarbeiten haben ungefähr ein Jahr in Anspruch genommen. Im Kampf um einen Verlag gab‘s etliche blutige Nasen (also meine Nase blutete mehrfach). Aber ich gebe nicht auf.

Was wirst Du zusammen mit Deinem Blogger noch unternehmen,  um Dich und Dein Manuskript zu promoten.

Promo? Wir überhäufen die Juroren mit teuren Geschenken und machen sie mit unmoralischen Angeboten gefügig.
Im Ernst: Mal sehen, was sich mit Social Media so bewegen lässt.

Portrait Torsten Seifert

„Der Schatten des Unsichtbaren“
Leon Borenstein ist einer der erfolgreichsten Promireporter im Nachkriegs-Los Angeles der 40er. Um in diese Riege aufzusteigen, musste er mit den richtigen Leuten trinken, die richtigen Leute bestechen und schnell sein. Der neuste Coup von Borenstein ist es, der Erste am Tatort zu sein, als die eigentliche Nummer 1 der Skandalreporter erschossen im Auto gefunden wird. Doch statt einer Gehaltserhöhung und der Erlangung des Platzes des Toten, erhält er von seinem Boss einen kruden Auftrag. Aus dem Reporter wird ein unermüdlicher Sucher nach dem rätselhaften Autor „B. Traven“.

Torsten Seifert – Kandidat 54books 

Meine Eltern haben mir erzählt, ich hätte bereits mit sechs Jahren verkündet, Schriftsteller werden zu wollen. Zugegeben – dem Sechsjährigen in mir verheimliche ich bis heute, dass ich mein Geld in Wirklichkeit als Werbetexter und PR-Journalist verdiene. Nun ist mein Manuskript bei Blogbuster nominiert. Vielleicht stellt ihn das für eine Weile ruhig. Aber er will sicher bald mehr… Ansonsten gibt es anzumerken, dass ich im schönen Görlitz geboren bin und jetzt in Potsdam lebe, leidenschaftlich gern reise und (ganz passabel) Badminton spiele.

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Interview mit dem Longlist-Autor

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest du damit gerechnet?

Bei über 200 Einsendungen damit zu rechnen, wäre wohl etwas vermessen. Aber natürlich habe ich gehofft, dass es so kommt. Die Nachricht kam an einem Freitag und sorgte für ein komplett durchgelächeltes Wochenende.

Warum hast du dich gerade bei dem Blog „54 Books“ beworben?

54 Books gehört zu den Literaturblogs, die ich als sehr gelungen und ausgewogen empfinde. Der Blog geht weit über die reine Anregung zum Lesen hinaus und gibt clevere Denkanstöße. Dass meine Story über die abenteuerliche Suche nach dem Schriftsteller B. Traven bei Tilman Winterling, dem Macher von 54 Books, ins Schwarze trifft, habe ich kaum zu hoffen gewagt. Umso mehr freue ich mich darüber.

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat dich gereizt, daran teilzunehmen?

Ich denke, es war höchste Zeit für einen solchen Wettbewerb. Die Blogger spielen für den Buchmarkt eine immer wichtigere Rolle, während die Bedeutung klassischer Formen der Literaturkritik, wie der Rezension im Feuilleton, sinkt. Es ist toll, dass bei Blogbuster junge oder unentdeckte Autoren eine Chance bekommen. Aber die Bloggerszene sollte ruhig selbstbewusst genug sein, neben einem Preis für die Newcomer auch einen für die bereits Etablierten zu stiften. Das Ergebnis wäre sicher sehr spannend und würde vermutlich für noch mehr Bekanntheit sorgen.

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest du dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Ich freue mich, dass sie sich mit meiner Geschichte beschäftigen werden. Aber in ihre Köpfe kann ich natürlich nicht schauen.

Wie lange hast du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Mit B. Traven beschäftige ich mich seit über zehn Jahren. Ich habe schnell gespürt, dass da eine Story für mich drin steckt. Die Recherche, für die ich u.a. nach Mexiko – also an die „Originalschauplätze“ – gereist bin, war sehr zeitaufwändig. Am Manuskript habe ich dann etwa zweieinhalb Jahre gearbeitet. Bis Mitte letzten Jahres war ich bei einer Berliner Agentur unter Vertrag, die bereits ein paar Gespäche mit Verlagen geführt hat. Im Mai ist meine Agentin allerdings völlig überraschend verstorben. Mit der Suche nach einer neuen Agentur wollte ich eigentlich erst wieder starten, wenn es etwas Neues gibt.

Was wirst du zusammen mit deinem Blogger noch unternehmen, um dich und dein Manuskript zu promoten?

Wir haben da ein paar Ideen, die wir gemeinsam in den nächsten Wochen weiterspinnen wollen. In jedem Fall wird es sich wie immer lohnen, regelmäßig auf 54books.de zu schauen.

 

Portrait Kai Wieland

„Ameehrikah“ 
„Welchem Zweck dient die Erinnerung? Welchen Wert haben Erinnerungen aus zweiter Hand? Warum hängen wir so an ihnen, auch an jenen unserer Mitmenschen und Vorfahren, während uns die faktische Geschichte so zuwider ist?“ Zur Beantwortung dieser Fragen schickt Kai Wieland einen Chronisten in ein Kaff im Schwäbischen Wald, dort, wo man „Ameehrikah“ schwäbelt, wenn man Amerika meint.

Kai Wieland
Kandidat LustzuLesen

Kai Wieland, gebürtiger Schwabe, aufgewachsen unter der vertrauensvollen Obhut von Hunter S. Thompson, Bret Easton Ellis und Ernest Hemingway, absolvierte nach dem Abitur eine Ausbildung zum Medienkaufmann und studierte anschließend Buchwissenschaft an der LMU in München. Heute ist er in einem Verlagsbüro in Stuttgart tätig, wo er sich sich der Kombination seiner großen Leidenschaften – Bücher, Reisen und Outdoor – in Form der redaktionellen Arbeit an verschiedenen Reiseführerreihen widmet.

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Interview mit dem Longlist-Autor

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?  

Ich war durchaus der Meinung, dass ich einen ganz guten Text geschrieben habe, sonst hätte ich ihn nicht eingesendet. Mir war aber natürlich auch klar, dass der Erfolg oder Misserfolg meines Manuskripts von verschiedenen Faktoren abhängen würde. Über ein Ausscheiden wäre ich daher ebenso wenig überrascht gewesen. Jetzt bin ich einfach froh, so weit gekommen zu sein.

Warum hast Du Dich gerade bei dem Blog LustzuLesen“ beworben?  

Ich lese nur selten Literaturblogs und auch vom Wettbewerb selbst habe ich eher zufällig erfahren. In erster Linie habe ich mich deshalb auf die Vorstellungstexte der Blogger und mein Bauchgefühl verlassen. Bei Sonjas Idee von guter Literatur und der Auswahl der Titel, die sie auf Lust zu Lesen bespricht, hatte ich den Eindruck, dass es passen könnte. Und das hat es offenbar. 

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen? 

Ehrlich gesagt bin ich nicht besonders wählerisch im Umgang mit den Chancen, die sich mir bieten, und der Blogbuster war keineswegs mein einziger Versuch Ameehrikah unterzubringen. Dessen ungeachtet hat mich das Konzept des Wettbewerbs aber auch sofort überzeugt, weil die Marktgängigkeit der Manuskripte für die erste Instanz, die Blogger, eine geringere Rolle spielt als bei der klassischen Verlagssuche. Außerdem ist es einfach ein spannendes Event mit einem reizvollen ersten Preis.

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen? 

Dieselbe, die ich mir bei Sonja ausgerechnet hatte, zumal ich meine Konkurrenz kaum kenne. Ich bin überzeugt von dem, was ich geschaffen habe, und wenn es gut genug ist und auf Zustimmung stößt, wunderbar. Wenn nicht, dann setze ich mich eben wieder an den Schreibtisch und beginne von Neuem.

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden? 

In unregelmäßigen Abständen etwa ein Jahr und dann, nach Ende meines Studiums, weitere drei Monate exzessiv. Seitdem habe ich, bis zum heutigen Tage, monatlich zwei bis drei Leseproben verschickt und mich mittlerweile sehr an das Gefühl gewöhnt, immer ein Eisen im Feuer zu haben.

Was wirst Du zusammen mit Deinem Blogger noch unternehmen,  um Dich und Dein Manuskript zu promoten. 

Social Media, Baby! Letztendlich muss Ameehrikah aber für sich allein sprechen, um die Fachjury zu überzeugen.

Portrait Stefan Zett

„Das Magenkomplott“
Sonjo, ein junger Tagträumer, erwacht eines Morgens vollkommen lädiert mit der Ahnung, ihm habe jemand am Vortag den Magen geraubt. Im Krankenhaus meint er in zwei Gastärzten seine Magenräuber wieder zu erkennen und nimmt die Verfolgung auf. Dabei begleiten ihn Sonja, seine Großmutter, sein Schulfreund Philipp und der Klinik-Praktikant Peter Wels. Die abenteuerliche „Magenjagd“ führt sie in den Untergrund der Stadt und schließlich in das Kellergewölbe des Einkaufszentrums Europa, wo eine verrückte, milchsüchtige Sekte unter der Führung des skrupellosen Bauchchirurgen Professor Melbig ihr Unwesen treibt.

Stefan Zett
Kandidat novelero

Stefan Zett, 1971 in Münster geboren, fallen seit frühester Kindheit andauernd Geschichten ein. Schreibt überwiegend kürzere Prosa. Viele Jahre Mitglied der Kölner Autorenwerkstatt. Aktuelle Projekte: Die Plotsammlung „Schreibbare Bücher“ und eine Kriminalgeschichte, in der der Paläoanthropologe Prof. Dorn dem ersten Verbrechen der Menschheitsgeschichte auf der Spur ist und dann selbst tot im Neandertal aufgefunden wird.
In seinem anderen Leben arbeitet der glückliche Familienvater Zett als Neurologe und Psychiater in Köln und ist davor einmal um die ganze Welt gereist ohne zu fliegen.

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Interview mit dem Longlist-Autoren

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?

Nicht wirklich. Aber im Leben passiert doch so einiges, womit man nicht gerechnet hätte. Ich weiß, dass das Magenkomplott keine leichte Kost ist – umso größer meine Freude!

Warum hast Du Dich gerade bei dem Blog „novelero“ beworben?

Der feine Stil von novelero hat mir gut gefallen und auch die Auswahl der vorgestellten Literatur, unter anderem der Schwerpunkt auf lateinamerikanische Autoren. Für mich waren García Márquez und der realismo mágico erste Türöffner zur phantastischen Literatur.
Der Blogger Sandro hat auch eine schönes Projekt auf novelero gestartet. „Warum ich lese“, ließ er andere Blogger beantworten, und stellte natürlich auch die Frage an seine Leser. Eine gelungene und aufschlussreiche Umkehrung von „Warum ich schreibe“, fand ich.
Dann entdeckte ich noch auf dem Porträtfoto von Sandro im Hintergrund eine Zeichnung mit einer Verschmelzung einer unsterblichen Erzählfigur mit seinem unsterblichen Autor, der auch für mein Magenkomplott recht bedeutsam war und da wusste ich, dass ich mit novelero meinen Blog gefunden hatte. 

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?

Spannender Prozess, transparente Entscheidungen, Öffentlichkeit von Anfang an.
Ich denke, das Konzept hilft so manches literarisches Schätzchen zu hieven, dass bei konventionellen Wettbewerben unentdeckt geblieben wäre.

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Naja, jetzt halte ich alles für möglich. Ich freue mich aber vor allem, dass sich die Fachjury meinem Manuskript widmen wird. Und dass ich jetzt die Möglichkeit habe, „Das Magenkomplott“ einer breiteren Öffentlichkeit an Lesern und Verlagen zu präsentieren.

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Der Plot vom „Magenkomplott“ rumorte lange Zeit in meiner Phantasie herum und entwickelte eine Art Eigenleben. Dann habe ich über ein Jahr lang sehr intensiv an dem Text geschrieben. Nach einer Pause habe ich das Manuskript dann nochmal für einige Monate überarbeitet, um den überschießenden Geschehnissen allgemeinverständlich Herr zu werden.
Obwohl ich meine Geschichte, ähm, wirklich gut finde, bin ich, was Vermarktung betrifft, eher ein schüchterner Mensch. Bisher habe ich mit dem „Magenkomplott“ an zwei Wettbewerben teilgenommen und auch schon mal Kontakt zu einer Literaturagentur aufgenommen. Und zuletzt lag es ungefähr zwei Jahre ungelesen in meiner digitalen Schublade, während ich an meinen neuen Projekten arbeitete. 

Was wirst Du zusammen mit Deinem Blogger noch unternehmen, um Dich und Dein Manuskript zu promoten.

Ich bin jetzt mit meinem Blogger Sandro in einen intensiven Austausch getreten, es lohnt sich also immer mal wieder auf novelero vorbeizuschauen. Als Nebeneffekt der Longlistposition hat sich meine bisher bescheidene Affinität zu sozialen Medien schon jetzt erheblich gesteigert, mal schauen, was da noch auf uns zukommt.

Portrait Brigitte Morgenroth

„Hundeseele“
Ein Dorf im Allgäu der 50er Jahre – Über den Krieg spricht man nicht, die katholische Kirche gibt die Regeln vor und der Rhythmus der Jahreszeiten bestimmt die Arbeit. Als Greta, Lehrerin der Dorfschule, ein Mädchen aufnimmt, das unter Hunden aufgewachsen ist, zeigt die Fassade Risse. Es ist die Geschichte einer Frau, die für ein traumatisiertes Mädchen kämpft – und eine Tochter gewinnt.

Brigitte Morgenroth – Kandidatin Pinkfisch

Brigitte Morgenroth (c) Marco Reiss

Ich bin Biologin, arbeite in der Pressestelle eines medizinischen Institutes – und schreibe so oft und so viel es geht. Geboren bin ich 1962 in Neuchâtel/Schweiz, lebe aber schon lange in Darmstadt. Studiert habe ich Biologie, Philosophie und Öffentlichkeitsarbeit. Seit 2007 nehme ich an der Textwerkstatt von Kurt Drawert/Martina Weber teil. Mehrere Kurzgeschichten habe ich in Anthologien veröffentlicht, einen Preis beim Stockstädter Literaturpreis gewonnen. Über dreißig Jahre tanzte ich in einer Tanztheatergruppe – ein kreativer Prozess mit allen Sinnen. Diese Erfahrung habe ich für meinen Roman genutzt, bei dem es um ein Mädchen geht, das unter Hunden aufgewachsen ist: Ich bin auf allen Vieren gelaufen, um zu erfahren, wie sich das anfühlt.

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Interview mit der Longlist-Autorin

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?  

Ich habe mir angewöhnt, nicht zu viel darüber nachzudenken, ob eine Bewerbung zum Erfolg führt. Es hängt von so vielen Faktoren ab, die man oft nicht beeinflussen kann. Ich wünsche meinem Manuskript und meinen Protagonisten viel Glück und lasse sie gehen.

Warum hast Du Dich gerade bei dem Blog „Pinkfisch“ beworben?

Der Blog von Sarah wirkt offen und sympathisch. Es hat mir gefallen, dass sie nicht auf eine bestimmte Art von Literatur festgelegt ist und gut erzählte Geschichten liebt. Ihren Buchbesprechungen merkt man die Begeisterung für Bücher an und auch den Wunsch, gegen den Mainstream Interesse zu wecken.

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?  

Ich fand die Form interessant. Sie bietet die Möglichkeit, den Wettbewerb kontinuierlich und transparent zu kommunizieren. Es ist aufregend, die verschiedenen Schritte zu begleiten, man kann sie mit Freundinnen und Freunden teilen. Schon allein durch diesen Prozess erhält ein Manuskript Aufmerksamkeit. Es ist keine Blackbox, in der ein Manuskript verschwindet. Man tritt in Kontakt mit den Bloggern, und es ist ist eine Form, in der, abseits ausgetretener Literaturpfade, auch unbekannte Autorinnen und Autoren eine Chance bekommen. 

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Natürlich hoffe ich auf eine Chance. Aber vor allem freue ich mich, dass ich so weit gekommen bin und die Fachjury meinen Roman bewertet.

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Der Roman ist in drei Jahren entstanden, in denen ich intensiv mit meinen Protagonisten gelebt habe. Ich spürte von Anfang an, dass die Geschichte trägt. Das hat mich motiviert, dran zu bleiben.
Ich habe das Manuskript bereits an mehrere Literaturagenturen geschickt und habe – immerhin – ermunternde Rückmeldungen bekommen. Aber es hat nie dazu gereicht, dass eine Agentur die Vertretung übernommen hat. Und dann habe ich mich auf den Blogbuster-Preis beworben … 

Was wirst Du zusammen mit Deinem Blogger noch unternehmen, um Dich und Dein Manuskript zu promoten.

Über Facebook werde ich meine Freundinnen und Freunde auf dem Laufenden halten. Die Literaturgruppe „Darmstädter Textwerkstatt“ werde ich beteiligen und alle, die mich während des Schreibprozesses unterstützt haben, informiere ich über Mail. Sarah von Pinkfisch will ich in Hanau besuchen, das fällt uns bestimmt noch was ein.

Portrait Helmut Pöll

„Die Krimfahrt“
Helmut Pöll schickt in seinem Roman „Die Krimfahrt“ seine Protagonisten, das Ehepaar Seidlitz, auf eine Reise mit der Bahn in Richtung Osten. 20 gemeinsame Jahre haben sie hinter sich gebracht. Viel haben sie sich nicht mehr zu sagen. Mysteriöse Dinge geschehen. Pöll vereint in seinem schmalen Werk vieles, es ist Krimi, zugleich Reisebericht, aber auch eine Art psychologischer Studie, die letztlich ein tragisches Ende nimmt.

Helmut Pöll – Kandidat Zeichen & Zeiten

Nach einer Ausbildung zum Redakteur bei einer Tageszeitung arbeite ich als Softwareentwickler und IT-Consultant in München. „Der Schoßhunddestruktor“, ein surrealer Roman über intelligente Straßenkehrmaschinen, die Schoßhunde umbringen, erschien 2001 im Berliner Elfenbein Verlag.  „Die Elefanten meines Bruders“, eine Geschichte über eine Kindheit mit ADHS, ewurden 2012 im LAGO Verlag publiziert. 2016 wurde „Die Krimfahrt“ bei Amazon CreateSpace im Selbstverlag veröffentlicht. 2007 Mitgründer des Satireportals „Palastrevlution“, 2014 Gründung des Bücherforums whatchareadin.de.

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Interview mit dem Longlist-Autoren

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet? 

Nein, überhaupt nicht. Ich hatte den genauen Zeitplan des Preises auch nicht mehr im Kopf und dachte das ist längst entschieden. Umso mehr habe ich mich dann über die E-Mail von Constanze Matthes Ende Februar gefreut.  

Warum hast Du Dich gerade bei dem Blog „Zeichen & Zeiten“ beworben? 

Die teilnehmenden Blogs besuche ich regelmäßig. Umso schwerer war es aber auch sich für einen zu entscheiden. Ich habe eine Moderatorin unseres Bücherforums whatchareadin gefragt, was sie tun würde. Sie kannte die Krimfahrt schon und hat mir zu Constanze Matthes geraten. Dann habe ich mir in Ruhe den Blog nochmal angeschaut und hatte ein gutes Bauchgefühl dabei. So ist es gekommen.

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?

Mir gefallen die Unaufgeregtheit und die Transparenz und natürlich, dass auch die Literaturblogger mit im Boot sind. 

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Bei 15 Teilnehmern ist die Chance 6,7 Prozent. Das ist gar nicht so schlecht. In jedem Fall wird es konstruktives Feedback zur Geschichte geben, egal wie es letztlich ausgeht. 

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden? 

Ein gutes Jahr. Das ist für meine Verhältnisse Überschallgeschwindigkeit. Ich schreibe sonst eher im Schneckentempo. Systematisch nach einem Verlag gesucht habe ich nicht. Das Manuskript lag jahrelang in der Schublade. Dann gab es vor eineinhalb Jahren über Bekannte einen persönlichen Kontakt zu einem größeren Verlag. Ich habe dann mehrfach nachgehakt, aber leider nie eine Antwort erhalten.  

Was wirst Du zusammen mit Deinem Blogger noch unternehmen,  um Dich und Dein Manuskript zu promoten.

Da ist konkret noch nichts entschieden. Ich muss mich erstmal noch ein paar Tage an den Gedanken gewöhnen, dass die Krimfahrt in der Longlist ist. Aber dann werde ich mir sicher etwas überlegen.

Portrait Ina Elbracht

„Sie nannten mich den Mann mit den Goldenen Schuhen“
Die fiktive Autobiographie des Theo Medardus Hoffmann, der als Kind bereits zum Schlagernachwuchsstar avancierte und später unter gütiger Mithilfe eines teuflischen Elixiers den „Schlöckchen“-Welthit schrieb. Man muss kein Kenner des Schlagergenres sein, um dem Plot samt seiner Anspielungen folgen, und den Roman in seiner Ausfertigung goutieren zu können. Besser als Ina Elbracht hätte niemand E.T.A. Hoffmann die Ehre erweisen können.

Ina Elbracht – Kandidatin
Sounds & Books

Ina Elbracht lebt und arbeitet im East-End (von Köln-Nippes). Weil sie vom Schreiben nicht lassen kann, trifft sie immer wieder unvernünftige erwerbsbiografische Entscheidungen und jobbt sich durch den Kultur- und Medienbereich. Für den Wettbewerb hätte sie sich gewünscht, er würde ohne Ansehen der Person erfolgen. Vermutlich, weil sie einen Text eingereicht hat, der eine männliche Erzählstimme hat. Aber sie fügt sich in alle Erfordernisse. Sogar mit Bild zum Ansehen. Das da rechts ist sie.

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Interview mit der Longlist-Autorin

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?

Ich habe es mir sehr gewünscht. Aber damit gerechnet? Wie hätte ich das tun können, ohne die Konkurrenz zu kennen? Auch war es für mich durchaus ein Wagnis, einem ernsthaften Musikjournalisten einen Text zu schicken, der von einem Volksmusik- und Schlagersänger handelt. Hopp oder top – das hätte leicht schiefgehen können. „Sie nannten mich den Mann mit den Goldenen Schuhen“ ist eine zeitgenössische Fassung von E.T.A. Hoffmanns „Die Elixiere des Teufels“. Ob ich mit dieser wilden Mischung den ehemaligen Buchhändler würde überzeugen können, schien mir keine besonders sichere Sache. Aber wer nicht wagt…

Warum hast Du Dich gerade bei dem Blog „Sounds & Books“ beworben?

Gérard Otremba hatte in seinem Beitrag zum Zwischenstand des Wettbewerbs geschrieben, er vermute, dass jeder mit einem Musikthema ihn und seinen Blog ausgesucht habe. Und so ist es für mich natürlich auch naheliegend gewesen, mich bei ihm zu bewerben. Ich kannte „Sounds & Books“ zuvor nicht und bin froh, dass sich das geändert hat. Jeder Morgen beginnt für mich seit Beginn des Blogbuster-Preises mit Gérards „Song des Tages“. Das ist schön und macht Spaß.

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?

Der Wettbewerb wirbelt Kompetenzen und die Frage von Laientum und Professionalität durcheinander. Das gefällt mir. Dass am Ende eine Person den Traumpreis eines jeden unveröffentlichten Schreibenden erhält, muss wohl nicht weiter erwähnt werden. Aber auch alle anderen Autoren und ihre Texte werden im Auswahlprozess sichtbar. Das ist wichtig, denn dadurch können sich neue Türen öffnen.

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Kurzer Blick in die Kristallkugel. Ich sag mal: Ja, das klappt schon! Wahrscheinlich.

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Ich habe ungefähr drei Jahre an dem Manuskript gearbeitet und auch versucht, einen Verlag dafür zu finden. Eine Serie aus Pleiten, Pech und Pannen. An anderer Stelle schreibe ich darüber beizeiten mal eine absurde Kurzgeschichte. Also, eventuell.

Was wirst Du zusammen mit Deinem Blogger noch unternehmen, um Dich und Dein Manuskript zu promoten.

Mein Protagonist Theo Medardus, Gérard Otremba und ich werden demnächst ins Studio gehen und den „Schlöckchen-Song“ neu aufnehmen, danach folgt die Promo-Tour. Aber ob wir das in nur einem Monat schaffen? Vielleicht überlegen wir uns doch noch was anders. Aber, hey: Gérard, Theo und Ina – das klingt und swingt noch heißer als Peter, Paul und Mary, die gemeinsame Sache mit den Pudeln der Jacob-Sisters machen. Ein Dreamteam!

Portrait Doris Brockmann

„In Bhutan steckt Hut“
Rosa, die Putzmacherin, war immer schon ein bisschen besonders, ein bisschen eigen. Sie hat ihren kleinen Ort nicht Richtung Karriere verlassen, vielmehr hat sie sich einen kleinen Mikrokosmos geschaffen, in dem sie regelmäßig modeinteressierte Fashionistas aus dem urbanen Umland begrüßt. Doris Brockmann erzählt ihre Geschichte ungemein sinnlich; bis hinein in Rosas Schaufenster, das noch eine tragende Rolle spielen wird.

Doris BrockmannKandidatin Literaturen

Doris Brockmann schreibt kurze und sehr kurze Geschichten, die in Anthologien bzw. Literaturzeitschriften oder in ihrem Blog für „Angewandte Schriftstellerei im Dienste der Alltagsbeobachtung“ (auf www.walk-the-lines.de) erscheinen. Sie kann auch längere Texte schreiben, z.B. einen elektronischen Kriminalro­man „Das Schreiben dieses Romans war insofern ein Glücksfall“ (2011) oder über „Die Erbseninseln“ (Wien 2014, Edition Krill), Letzteres, ohne je dort gewesen zu sein. Ja, das geht.

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Interview mit der Longlist-Autorin

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?

Schön, wenn es errechenbar gewesen wäre. Obwohl.
In kleinen Momenten des Größenwahns habe ich geglaubt: Der Text muss auf die Longlist, kommt auf die Longlist. In den großen Momenten der Erinnerung an das ziemlich frustrierende letzte Jahr, in dem ich bei Verlagsanfragen oder Literaturwettbewerben recht glücklos war, hab ich mich mehr als ungläubiger Thomas gesehen: Solange ich es nicht schwarz auf weiß besitze, glaube ich es nicht. 

Warum hast Du Dich gerade bei dem Blog „Literaturen“ beworben?

Auf Sophie Weigand bin ich im Rahmen des Social-Reading-Projekts zum Roman „Frau und Gitarre“ von Clemens Setz aufmerksam geworden (was dummerweise nicht auf Gegenseitigkeit beruht hat). Ich habe mir seitdem immer mal wieder Rezensionen von ihr angeschaut und war beeindruckt, wie sorgfältig, ausführlich, sprachlich differenziert und gerne auch mit Querverweisen auf vergleichbare Literatur Sophie Bücher bespricht. Als sie dann in ihrer Selbstvorstellung zum Blogbusterpreis anmerkte, sie schätze den überraschend anderen Blick auf vermeintlich Bekanntes, sei offen für Sprachspielerisches, Kurzes, Heiteres, Tragisches, Absurdes war klar: Das ist die ideale Leserin für „In Bhutan steckt Hut“! 

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?

Die einzigartige Kooperation zwischen LiteraturbloggerInnen und lange erfahrenen VertreterInnen aus dem Literaturbetrieb. Hier habe ich schon ein bisschen mehr dazu gesagt. 

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Siehe Frage 1. 

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Das Manuskript ist so, wie es jetzt vorliegt, in vier Monaten geschrieben worden, im Grunde weitestgehend während des Blogbuster-Wettbewerbs. Das hat zum einen damit zu tun, dass ich tilmanrammstedtartig nur unter starkem, von außen kommendem Druck arbeiten kann. Zum anderen erklärt sich die vergleichsweise kurze Abfassungszeit aus der Tatsache, dass ich vor zwei, drei Jahren mit zwei Projekten gestartet war, bei denen es einmal um eine Hutmacherin ging, in der anderen Geschichte um eine Frau (Schneiderin), die auf der Walz ist. In der Zeit habe ich mich mal mehr, mal weniger mit Hutherstellung, etc. und der Tradition von HandwerksgesellInnen beschäftigt. Das Material wuchs, nicht aber eine richtig gute Geschichte. Irgendwann habe ich die Wandergesellin ad acta gelegt und mich nur noch um „die Putzmacherin“ gekümmert. Im letzten Sommer war auch diese Arbeit an einen Endpunkt geraten. Ich habe einem befreundeten Literaturwissenschaftler und FAZ-Rezensenten eine Leseprobe geschickt und der hat gemeint, die Rosa sei ihm sehr sympathisch und der Text gefiele ihm auch. Darum kam das „Rosa“-Material dann doch nicht in die unterste Schublade. Dann kam der Sommer, dann die Buchmesse und der Start zum Blogbusterpreis … (und später, beim Schreiben plötzlich auch die Wandergesellin durch die Hintertür und wollte nicht mehr weichen).

Was wirst Du zusammen mit Deinem Blogger noch unternehmen, um Dich und Dein Manuskript zu promoten.

Sophie rät zu einer kleinen Video-Lesung. Aber mir fehlt vor Ort das nötige Equipment. Ich könnte mir vorstellen, etwas aus meiner Schreibwerkstatt zu berichten und Collagen aus meinem Arbeitsjournal zu erstellen. Ich werde auf meinem Blog und auf Twitter über den Blogbusterpreis und die weitere Entwicklung des Wettbewerbs berichten.
Wir denken zur Zeit noch ein bisschen über Werbestrategien nach. Vielleicht könnte Sophie ja mal ihre Lieblingssätze oder ihre Lieblingsfigur aus „In Bhutan steckt Hut“ verraten …

 

Portrait Chrizzi Heinen

„Das schwarze Loch“
Ich-Erzählerin Hildi tritt ein ungewöhnliches Erbe an: Ein schwarzes Loch wird in ihrem Badezimmer installiert. Während schlechte Texte das Unfassbare gnadenlos ausschlachten würden, ist das astronomische Phänomen in „Das schwarze Loch“ ein stiller, saugkräftiger Begleiter der Geschichte einer Freundschaft, einer Liebe, einer Stadt.

 

Chrizzi Heinen – Kandidatin Zeilensprünge

Chrizzi Heinen (*1978 in Köln) ist promovierte Musikethnologin und Künstlerin. Neben der wissenschaftlichen Forschungsarbeit widmet sie ihre Zeit der Gestaltung von Cartoons, Comics und kleineren Gemälden, schreibt Radiofeatures und Hörspiele, konzipierte eine Radiosendung im Abfertigungshaus einer Berliner U-Bahnstation und wirkte als Musikerin und Texterin in diversen Musikprojekten mit. Sie lebt seit 2005 in Berlin und hat eine kleine Familie.
www.coconut-farm.org

Hier gehts weiter zum Beitrag der Blogger auf dem Blog Zeilensprünge


Interview mit der Longlist-Autorin

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?

Nein, weil ich weiß, dass es sehr viele Menschen gibt, die gute Ideen haben, die in Schreibtischschubladen schlummern.

Warum hast Du Dich gerade bei dem Blog „Zeilensprünge“ (Tabitha und Gerrit) beworben?

Mir gefällt, dass die besprochenen Bücher immer auch eingerahmt sind in einen gesellschaftlichen oder historischen Kontext, den sich Gerrit und Tabitha gründlich erarbeitet haben. Außerdem habe ich den Eindruck, dass die beiden ihren eigenen emotionalen Impulsen keinen Raum geben möchten – zum Wohle einer möglichen Objektivität in Bezug auf die besprochenen Texte. Diese angenehm verkopfte und kritische Sichtweise ließ mich vermuten, sie könnten meinen Text verstehen.

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?

„Jeder kann mitmachen“ ist sicher ein attraktiver Gedanke, vor allem wenn es um literarische Resultate geht. Mich reizte vor allem die Vorstellung, dass da neugierige Leute sitzen, die die eingereichten Manuskripte wirklich lesen.

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Dazu kann ich leider gar nichts sagen. Gerade freue ich mich über das positive Feedback und die freundliche Kommunikation mit dem Blog Zeilensprünge.

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Die Plotidee kam mir bereits 2013, seitdem notierte ich auf Zetteln und in Heften – vor allem Merkmale der Protagonisten und ihre möglichen Beziehungen zueinander. Ab Mitte 2014 bis 2016 habe ich dann am Rechner gesessen. Nach meinen ersten Kontaktaufnahmen zu Verlagen rate ich mir selbst, es in nächster Zeit weniger verkrampft anzugehen und meine Ideen, also meinen Text, lieber zu schützen. Absagen verstärken meine Selbstzweifel und entkräften, und das ist keine gute Grundlage für zukünftige Schreibvorhaben.

Was wirst Du zusammen mit Deinem Blogger noch unternehmen, um Dich und Dein Manuskript zu promoten?

Gegenwärtig läuft eine Internetauktion, bei welcher der braune Nicki-Pullover eines verstorbenen Protagonisten ersteigert werden kann. Der Erlös wandert auf direktem Wege in die Kollektivkasse des Clubs „Das Loch“. Daneben setzen wir ganz klassisch auf Werbegeschenke, die auch auf der Tagung der „Black Hole Studies“ verteilt wurden: Likörpralinen in Lochform, Schwarze Löchersocken, Eintrittskarten für Konzerte im Superloch. Eine Interpretationshilfe (Sek I und Sek II) in Kooperation mit einem renommierten Schulbuchverlag ist in Planung.

 

Portrait Katharina Radtke

„Schneestolz“
Clio Schwartz will weg – um Abstand zu gewinnen und Dinge zu überdenken. In ihrer Beziehung läuft einiges schief, der Kinderwunsch bleibt unerfüllt. Sie reist ins elterliche Ferienhaus an der Ostsee, um ihre Probleme eine Weile hinter sich zu lassen und über die Zukunft nachzudenken. Dort findet sie einen Brief oder vielmehr Roman ihrer alten Jugendliebe Vincent, den sie im Studium in Oxford kennengelernt hat.


Katharina Radtke

Kandidatin Die Liebe zu den Büchern

Katharina Radtke ist Jahrgang 1990 und hat in Freiburg und Oxford Germanistik und Anglistikstudiert. Das eigene Buch ist für sie ein Kindheitstraum und die eine Sache, die sie im Leben getan haben wollte. Nach der Geburt ihres Sohnes 2016 war die Zeit endlich reif dafür und so wanderte das Manuskript zum Blogbuster. Sie lebt mit Mann, Sohn und jeder Menge antiken Büchern als freie Texterin und Übersetzerin in der Nähe von Leipzig.

Hier gehts weiter zum Beitrag der Bloggerin auf dem Blog Die Liebe zu den Büchern

Interview mit der Longlist-Autorin

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?

Um ehrlich zu sein: Nein. Natürlich glaubt man als Autor an seinen Text, aber jeder Schriftsteller kennt wahrscheinlich auch die Momente, in denen die nagenden Selbstzweifel plötzlich da sind. Aber ich dachte mir, dass ich nichts zu verlieren habe und wollte es unbedingt versuchen. Umso mehr freue ich mich, eine Runde weiter zu sein.

Warum hast Du Dich gerade bei dem Blog „Die Liebe zu den Büchern“ beworben?

Das war eine absolute Bauchgefühl-Entscheidung. Petzis Blog hat mich auf den ersten Blick angesprochen und nachdem ich lediglich ihre aktuellste Rezension gelesen hatte, war die Entscheidung gefallen. Ich hatte einfach das Gefühl, dass wir einen ähnlichen Buchgeschmack haben könnten und ihr sympathisches Foto hat sein Übriges getan.  

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?

Zugegebenermaßen habe ich zum einen gezielt nach einem Wettbewerb gesucht, dessen Einsendeschluss am Jahresende liegt. Statt eines Vorsatzes für das neue Jahr hatte ich mir vorgenommen, noch im alten Jahr das Manuskript zu beenden und die Deadline eines Wettbewerbs ist da ein guter Ansporn. Andererseits hat es mir sehr gefallen, dass beim Blogbuster nicht nur die Verlage oder Agenten einen Blick auf das Manuskript werfen, sondern mit den Bloggern auch sehr erfahrene und begeisterte „Privatleser“. So ein Feedback ist Gold wert!

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Der Blogbuster war für mich ein Experiment: Hat meine Geschichte das Potenzial, Leser zu berühren? Habe ich ein ausreichendes Gespür für Charaktere und sprachliche Bilder? Oder schießt mein erster Versuch völlig am Ziel vorbei? Dass ich jetzt auf der Longlist stehe, bestätigt mich darin, meiner Leidenschaft nachzugehen und auf jeden Fall weiterzuschreiben. Wenn ich obendrein den Wettbewerb gewinnen könnte, wäre das fantastisch, aber schon jetzt ist meine Teilnahme eine sehr gewinnbringende Erfahrung für mich und ich versuche, mir nicht zu viele Gedanken zu machen und alles Weitere einfach auf mich zukommen zu lassen.

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Ich habe genau zwei Monate an meinem Manuskript geschrieben. Die ersten Ideen waren natürlich schon vorher da, aber dann habe ich mich hingesetzt und jeden Tag konsequent daran gearbeitet. Das hat einige Disziplin gekostet, aber es hat sich gelohnt – finde ich. Da nach dieser recht anstrengenden Phase die Luft erst einmal raus war, habe ich zwar ein paar Emails und Umschläge an einige Verlage geschickt, aber bisher noch nicht mehr unternommen. Ich habe das Manuskript auch an ein paar Testleser gegeben und wollte es mit ein bisschen Abstand noch einmal komplett überarbeiten.
So richtig abschließen kann man mit seinem Text aber wohl nie.

Was wirst Du zusammen mit Deinem Blogger noch unternehmen, um Dich und Dein Manuskript zu promoten.

Petzi und ich sind noch dabei, uns interessante Beiträge zu überlegen. Vielleicht machen wir etwas zum philosophischen Hintergrund des Manuskripts. Oder etwas Lyrisches. Ein Artikel, wie ich überhaupt zum Schreiben gekommen bin, ist auch eine Idee. Ich bin gespannt!