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Zweite Blogbuster-Staffel mit Kein & Aber

Nach der gelungenen Premiere des Blogbuster-Preises 2017 startet jetzt die zweite Staffel dieses außergewöhnlichen Literatur-Wettbewerbs. Neuer Partner und Nachfolger von Klett-Cotta ist der Verlag Kein & Aber, der den neuen Gewinnertitel im Herbst nächsten Jahres veröffentlichen wird.

Tolle Erfolgsbilanz der ersten Staffel

Sara Schindler, Cheflektorin von Kein & Aber freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Bloggern: „Wir machen mit, weil wir das Konzept spannend finden und die Erfolgsbilanz der ersten Staffel uns beeindruckt hat. Von den 14 Longlist-Kandidaten haben bereits acht Autoren/innen einen Verlags- oder Agenturvertrag bekommen. Das spricht für die hohe Qualität der eingereichten Texte und die Auswahlkompetenz der Blogger.“

Der vom Literaturblogger Tobias Nazemi initiierte und organisierte Preis erinnert ein wenig an bekannte Castingshow-Formate. Nachwuchsautoren bewerben sich mit einem unveröffentlichten Romanmanuskript bei den teilnehmenden Bloggern, die jeweils einen Titel für die Longlist nominieren. Eine Fachjury wählt daraus einen Gewinner, dessen Buch beim kooperierenden Verlag veröffentlicht wird. Die erste Blogbuster Staffel hat der Potsdamer Torsten Seifert gewonnen, dessen Romandebüt mit dem Titel „Wer ist B.Traven“ in wenigen Wochen bei Tropen/Klett-Cotta erscheint.

Prominent besetzte Fachjury

Der Startschuss für die zweite Staffel erfolgt am 13.10.2017 auf der Frankfurter Buchmesse. Ab diesem Zeitpunkt können wieder unveröffentlichte Romanmanuskripte eingereicht werden. Neben Sara Schindler und der Erfolgsautorin Isabel Bogdan sind wieder ARD-Literaturkritiker Denis Scheck und die Literaturagentin Elisabeth Ruge Teil der Fachjury.

Auftaktveranstaltung
am 13.10.2017, 15.00 Uhr

Frankfurter Buchmesse, Orbanism Space, Halle 4.1, B91 mit Isabel Bogdan, Elisabeth Ruge, Sara Schindler, Lars Birken Bertsch und Denis Scheck

Die Finalisten des Blogbuster-Preises stehen fest

Die Jury des Blogbuster-Literaturpreises hat unter den 14 Longlist-Titeln der Literaturblogger drei Romanmanuskripte für die Shortlist ausgewählt. Chrizzi Heinen, Torsten Seifert und Kai Wieland sind die Debütautoren, die sich jetzt Hoffnungen auf den ersten Preis und damit eine Veröffentlichung ihres Romans noch in diesem Jahr bei Klett-Cotta/Tropen machen können.

Interessante Mischung
„Wir hatten eine sehr lebhafte Jury-Diskussion und freuen uns, dass am Ende drei interessante und gleichzeitig sehr unterschiedliche Autoren mit ihren Manuskripten in der Finalrunde sind “, fasst Jurymitglied und Klett-Cotta Verleger Tom Kraushaar das Ergebnis zusammen. Die Berliner Autorin Chrizzi Heinen ist promovierte Musikethnologin und hat einen Roman über Freundschaft, Liebe, Stadtleben und ein mysteriöses schwarzes Loch geschrieben. Torsten Seifert, PR-Journalist aus Potsdam, schildert die abenteuerliche Suche eines US-Gesellschaftsreporters nach dem sagenumwobenen Autor B.Traven, und der Stuttgarter Autor Kai Wieland erzählt in seinem Debütroman die Geschichte eines schwäbischen Dorfes und seiner Bewohner. Mit auf dem Shortlist-Siegertreppchen stehen auch die Blogger/innen von Zeilensprünge, 54Books und Lust zu Lesen, die die jetzigen Finalisten ausgewählt und ins Rennen um den Blogbuster-Preis geschickt haben.

Auswahl aus 252 Manuskripten
Insgesamt wurden 252 unveröffentlichte Romanmanuskripte zum Wettbewerb eingereicht. 14 ausgewählte Literaturblogger haben Anfang März jeweils einen Titel für die Longlist nominiert. Daraus hat die Jury jetzt drei Titel ausgewählt. Am 04. Mai wird der Gewinner bei der Preisverleihung im Literaturhaus Hamburg gekürt, und der fertige Roman wird bereits im Herbst auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert. Der Jury gehören neben Tom Kraushaar auch der ARD-Literaturkritiker Denis Scheck, die Literaturagentin Elisabeth Ruge, Lars Birken-Bertsch von der Frankfurter Buchmesse und der Initiator des Wettbewerbs, Literaturblogger Tobias Nazemi an.

Die 14 Leseproben der Longlist stehen unter www.blogbuster-preis.de in verschiedenen eBook-Formaten zum kostenlosen Download zur Verfügung. Weitere Informationen zu den Autoren und Ihren Romanmanuskripten im Anhang.

Redaktionskontakt:

Tobias Nazemi
Brandrevier GmbH
Gemarkenstraße 138 a
45147 Essen
Tel. 0201 – 874293 – 0
nazemi@brandrevier.com

Pressefotos:

 

Die drei Finalisten des Blogbuster-Wettbewerbs (von links): Chrizzi Heinen, Torsten Seifert und Kai Wieland (Fotos: privat)

 
Der Blogbuster-Gewinnertitel erscheint im Herbst 2017 im Tropen-Verlagsprogramm von Klett-Cotta.

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Blogbuster: Anachronismus und Dörflichkeit

Der Blogbusterwettbewerb neigt sich dem Ende entgegen. Am 11.April werden die drei Shortlistkandidaten bekanntgegeben, am 04.Mai findet im Literaturhaus Hamburg die offizielle Preisverleihung statt. Unterdessen haben die teilnehmenden BloggerInnen ihren KandidatInnen Löcher in die Bäuche gefragt, das Longlistlesebuch wurde fleißig heruntergeladen und beurteilt, die Jury hat diskutiert. Ich möchte nochmal einen Blick werfen auf meine Herzenskandidatin Doris Brockmann und ihren Text „In Bhutan steckt Hut“.

Während andere zukünftige Welten in düsteren Farben malen, schreibt Doris Brockmann Worte wie „alsdann“ und strickt ihre Geschichte um eine „Putzmacherin“. Nicht, dass es heute keine mehr gäbe, aber man würde sie ModistInnen nennen, Designer womöglich. Während es andernorts um Mord und Totschlag geht, um nutzlos gewordene Gewissheiten und zerfallende Gefüge, herrscht in In Bhutan steckt Hut noch ein Glauben an Althergebrachtes, Traditionelles und Bewährtes. Das Leben kann noch Lehrmeister sein. Es ist viel die Rede von „wir“ und „man“ und obwohl die Erzählstimme stark durchdrungen ist von Rosas Gedanken und Gefühlen, sucht man ein Ich vergebens. Keine Spur von moderner Vereinzelung, von Hektik oder Weltlage. Ort und Geschehen scheinen gänzlich abgeschnitten von ihrer Umgebung; einzig wenn die Modepüppchen aus dem Urbanen einfallen und mit etwas Prosecco bespaßt werden wollen, schwant einem, dass es irgendwo noch anderes Leben geben muss…

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Im Gespräch mit Helmut Pöll

Helmut Pöll und sein Roman „Die Krimfahrt“ ist nach der Lektüre der mir zugesandten Exposés beziehungsweise Manuskripte mein Favorit, den ich ins Rennen um den Blogbuster – den Preis der Literaturblogger entsende. Ich habe ihn für ein Gespräch einige Fragen gestellt – zu seinem Buch, zum Schreiben und Lesen.

Wie sind Sie damals auf Blogbuster gestoßen und haben Sie schon Reaktionen auf Ihre Teilnahme erhalten?
Die teilnehmenden Blogs besuche ich regelmäßig. So habe ich vom Blogbuster-Wettbewerb erfahren. Es gibt ziemlich viele positive Reaktionen. Freunde und Bekannte haben mir per SMS, E-Mail und über Facebook zur Longlist-Platzierung der Krimfahrt gratuliert und geschrieben, dass sie mir die Daumen drücken. Das hat mich sehr gefreut.

Die Krimfahrt“ haben Sie bereits bei Amazon Publishing veröffentlicht. Welche Reaktionen haben Sie bereits erhalten?

Die Reaktionen auf Amazon sind sehr positiv. Zudem hat es „Die Krimfahrt“ sogar mit einer Besprechung in die Druckausgabe der Literaturseiten München geschafft, Auflage immerhin 6.000 Stück, verteilt an alle Münchner Buchhandlungen.

Woher nehmen Sie für das Schreiben Ihre Ideen für Handlung, Personen oder Orte? Welche Quellen bevorzugen Sie?
Für mich sind die besten Quellen Alltag und Straße. Ich beobachte beispielsweise sehr gerne Leute in der U-Bahn. Dann denke ich mir Geschichten zu ihnen aus…

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Mit Katharina Radtke im Gespräch

Hier habe ich ja schon über meine Wahl geschrieben und euch erzählt, weshalb Katharina Radtke mit ‚Schneestolz‘ meine Wahl und damit meine Kandidatin für die Blogbuster-Longlist war. Wie alle anderen Longlistkandidaten auch, hat auch sie den Fragenbogen beantwortet. Die Antworten findet ihr hier. Ich war aber dennoch neugierig und wollte mehr wissen.
 
Wie kam es eigentlich dazu, dass du dich entschlossen hast ein Buch zu schreiben? 
Seit ich in der Schule schreiben gelernt habe, habe ich kleine Geschichten und „Bücher“ verfasst und Tagebuch geschrieben. Woher diese Faszination kam, kann ich nur vermuten: Als Kind wurden mir etliche Bücher vorgelesen, ich interessierte mich besonders für Fremdwörter und habe mit meiner kindlichen Neugier Sprache und Literatur entdeckt. Mein Opa väterlicherseits war Schriftsteller und hat Gedichte und Kriegsberichte verfasst, dadurch war er mir schnell ein Vorbild. Als ich neun Jahre alt war, ist meine Oma gestorben und mir wurde schlagartig bewusst, dass das Leben endlich ist. Meine Gefühle habe ich in einem Brief an sie festgehalten, den mein Opa mit in ihr Grab gelegt hat. Ich weiß nur aus Erzählungen meines Vaters, dass ihn das sehr gerührt hat. Vier Jahre später ist auch er gestorben. Später habe ich mir oft vorgestellt, dass er schon damals mein Interesse für das Schreiben erkannt hat und mir vorgenommen, irgendwann ein Buch zu schreiben, für ihn sozusagen. Auf jeden Fall ist es mein Lebenstraum, ein Buch (oder am liebsten ganz viele Bücher) zu schreiben. 
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Blogbuster 2017 – Warten auf die Shortlist

Bald ist es soweit: Die Jury wird sich durch alle vorgeschlagenen Manuskripte gelesen, auf drei Favoriten geeinigt und sie für die Shortlist nominiert haben. Bis dahin ist aber noch etwas Zeit. Die man hervorragend nutzen kann, um euch jemanden vorzustellen.

Interview mit dem Autor?

Nein, nicht den Autor Kai Wieland. Ein Interview mit ihm (und den anderen Nominierten) gibt es bereits hier auf der Seite des Blogbusterpreises. Nicht, dass ich nicht trotzdem noch ein paar Fragen an ihn hätte; schließlich wüsste ich schon gerne, wie er sich gerade fühlt, so kurz vor der ersten Bekanntgabe, woher die Idee zu seinem „Ameehrikah“ stammt, ob und wie er sich den Inhalt erarbeitet hat, ob es eher Arbeit oder Vergnügen war usw.. Aber das kann man ja alles später auch noch.

Oder Vorstellung der Protagonisten?

Ich dachte mir, dass es vielleicht interessant ist, ein paar der Protagonisten aus „Ameerikah“ näher kennenzulernen. Darum stelle ich hier ein paar der Protagonisten vor – und zwar nur anhand einer kurzen Textpassage und ergänzt durch ein Foto (das freundlicherweise vom Autor himself zur Verfügung gestellt wurde)…

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Im Gespräch mit Heike Duken

Interview mit Heike Duken

Dein Roman „Rabenkinder“ lässt viele unterschiedliche Figuren zu Wort kommen. Warum sind es so viele, und wer ist eigentlich der Protagonist?
Ja, es gibt nicht diesen einen Helden, der seine Reise macht und sich mit einem Antagonisten herumschlägt. Der wahre Protagonist der Geschichte ist wohl diese Familie. Der Schwarm. Ein Ameisenvolk, doch jedes einzelne Tier hat das Recht auf eine eigene Stimme. Es wird immer nur ein Fragment erzählt, ein Ausschnitt, eine Szene, die so viel zeigt wie nötig und wirklich kein bisschen mehr. Nötig, um etwas von dem zu zeigen, was Gewalt anrichtet, was Sprachlosigkeit bedeutet und was Menschen in der Not helfen kann: Mitgefühl, offene Worte und keine Feigheit vor dem Freund.

Du hast die Fragmente und einzelnen Ausschnitte angesprochen. Wie kam es zu dieser Zersplitterung?
Erst einmal habe ich einfach nur Kurzgeschichten geschrieben. Ich mag eben die Reduktion. Das Aus- und Abschweifende liegt mir nicht. Und dann habe ich gemerkt, all die Geschichten haben eine Verbindung. Diese Menschen kennen sich und agieren bezogen aufeinander. Das Ende der einen Geschichte ist der Beginn einer anderen. Die Gegenwart der einen Figur ist zugleich Vergangenheit einer anderen und so weiter. Ein Kosmos tat sich auf. Es war faszinierend….

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Manchmal schreibe ich unter der Bananenpalme – Blogbuster 2017

Meine Blogbuster-Kandidatin Brigitte Morgenroth und ich haben uns zu einem kleinen Gespräch im Buchladen getroffen. Wie man sehen konnte, haben wir viel Spaß gehabt beim Interview!

WIE KAMST DU AUF DIE IDEE ZU DEINEM ROMAN, WIE KAMST DU AUF DAS “HUNDEMÄDCHEN” LILI?

Ich bin bei einer Reihe bei Arte auf Oxana aufmerksam geworden, ein Mädchen, dass zum großen Teil bei Hunden aufgewachsen ist. Das hatte mein Interesse geweckt und ich begann zu recherchieren und habe natürlich ganz viel zu Kaspar Hauser gelesen. Dabei fiel mir auf, dass die bisherigen Veröffentlichungen zum Thema auch in Romanform in den allermeisten Fällen aus männlicher und vorallem auch wissenschaftlicher Sicht geschrieben worden sind. Ich habe deshalb bewusst die weibliche Sicht gewählt, eine Frau und ein Mädchen und auch mehr Fürsorge als Wissenschaft.

Generell hat das Thema einfach sehr viele Facetten. Ich interessiere mich als Biologin natürlich sehr für die Human Animal Studies, die Frage, wo verläuft die Grenze zwischen Mensch und Tier. Ich habe auch unter anderem deshalb das Buch in der Nachkriegszeit angesiedelt, weil gerade der Krieg eine Zeit war, in der viele Menschen “unmenschlich” “wie die Tiere” handelten und sich diese Grenzen wieder verschoben. Lili, die tierische Eigenschaften hat, hält der Dorfgemeinschaft damit einen Spiegel vor. Aber wieder wird ein Mensch als das „Andere“ ausgegrenzt und wie ein Tier behandelt…

»Die meisten Figuren sind das, was sie tun.« Blogbuster-Kandidatin Chrizzi Heinen im Gespräch

Chrizzi Heinen steht mit ihrem Text „Das schwarze Loch“ auf der Longlist des Blogbuster-Preises 2017. Überzeugt hat die Berlinerin mit einem ungewöhnlichen Plot, einer Erzählstimme mit Wiederkennungswert, mit Humor und Mut zu formellen Spielereien. Nun hat sie Auskunft über ihr künstlerisches Schaffen, ihre literarischen Vorbilder und den Schreibprozess gegeben. 

Chrizzi, du bist Musikethnologin, du malst und zeichnest, und nun hast du auch einen Roman geschrieben. Als was siehst du dich selbst primär: als Ethnologin, Künstlerin oder Schriftstellerin?
Wahrscheinlich funktioniert das eine nicht ohne das andere, aber als Schriftstellerin am wenigsten. Wenn ich Fachliteratur lese, läuft da bei mir im Kopf oft so ein Parallelfilm mit Ideen ab, die mit dem Text manchmal nicht viel zu tun hat, manche dieser Ideen schreibe ich schnell auf und verarbeite sie zu kleinen Zeichnungen.
In der Zeit, in der ich den Roman geschrieben habe, habe ich keine Musik gemacht und leider kaum gezeichnet, die Ideen, Bilder und Emotionen hat alle der Roman aufgesaugt…

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SAG MAL AN DANIEL: ROOFEN ODER SCHREIBEN – WAS IST FIKTION, WAS REALITÄT?

Daniel Faßbender hat mich mit „Die weltbeste Geschichte vom Fallen“ begeistert. Das Manuskript um einen jungen Mann, der sich in der Roofer-Szene bewegt, hatte es mir vom ersten Satz an angetan – und so wurde dieser Roman mein Favorit für den Literaturpreis Blogbuster. Weil der Text selbst von einer so ungewöhnlichen Szene erzählt, haben Daniel und ich uns entschieden, ihn auch außergewöhnlich in Szene zu setzen: Ein Interview fast ohne Worte über den Dächern von Köln…

Hier gehts zum Interview auf dem Blog Sätze & Schätze