Blogbuster: Den Hut nehmen und gehen.

Zum zweiten Mal findet der Blogbuster-Wettbewerb statt. Von BloggerInnen initiiert, dient er dazu, konventionelle Strukturen im Literaturbetrieb aufzubrechen und Manuskripte aufzuspüren, die unter den üblichen Umständen durchs Raster fielen. Das lief im letzten Jahr recht erfolgreich in Kooperation mit dem Tropen Verlag. Als Siegermanuskript konnte sich Torsten Seiferts Roman Wer ist B. Traven? durchsetzen, der bislang von der klassischen Literaturkritik bedauerlich weit links liegen gelassen wurde. (Warum eigentlich?) Und in diesem Jahr? Nehme ich meinen Hut…

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Blogbuster 2018 | Zwischenstand

Ende Dezember war Einsendeschluss für den Blogbuster 2018, Ende Februar muss die Longlist stehen. Was hat sich bisher bei uns getan?

Stefan und ich haben insgesamt acht Manuskripte erhalten, worüber wir uns sehr gefreut haben. Bis ungefähr Mitte Dezember sah es in unserem Postfach eher mau aus, aber gegen Ende der Abgabefrist trudelten dann noch einige Texte ein. Hätten wir uns eigentlich denken können. Meine Hausarbeiten habe ich zu Studiumszeiten auch eher auf den letzten Drücker abgegeben. Per Mail haben wir uns bereits bei allen Autor*innen für ihr Vertrauen in uns bedankt und möchten dies auch an dieser Stelle noch einmal tun. Es ist einfach schön zu wissen, dass unsere »Arbeit« auf dem Blog auf eine indirekte Weise so wertgeschätzt wird.

Wir haben uns durch alle acht Leseproben und Exposés gelesen und waren begeistert von der Bandbreite der Themen und Settings. Da gab es einen Altenheimausflug, einen Protagonisten, der gern Sexszenen der Weltliteratur nachstellt und ein Paar, das an dem Verlust ihres Kindes nach und nach zerbricht. Auch sprachlich waren die Manuskripte vielfältig. Vom knappen, lakonischen Erzählstil über das Einweben von Chatprotokollen bis hin zu einem atmosphärischen Erzählton à la Siegfried Lenz war vieles dabei…

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Blogbuster 2018: Die Luft wird dünn

Nur noch wenige Tage bis zur Entscheidung über die Longlist!
Sieben Manuskripte habe ich zur Gänze angefordert, fünf davon hab ich bereits gelesen … und alle fünf sind wieder ausgeschieden. Das lag in keinem einzigen Fall daran, dass der Autor nicht schreiben kann, absolut nicht. Ich habe alle fünf Geschichten mit großem Interesse gelesen. Da waren Jugendliche dabei, die durch Berlin streunen auf der Suche nach Antworten auf die großen Fragen, da gab es einen Mann, der Visionen hat und sehen kann, ob jemand krank ist oder bald stirbt, ich habe eine Frau kennengelernt, die auf einer Party einen Mann trifft, mit dem sie gern die Nacht verbringen würde, fiele er nicht plötzlich aus dem Fenster, ich habe an mehreren amüsanten Schlendergängen teilgenommen und dem Verfall einer Ehe nach dreißig Jahren zugesehen.

Ich habe jedes Manuskript sehr aufmerksam gelesen, und ja, ich weiß, dass das Rohfassungen sind, die noch Bearbeitung brauchen, ich schreibe selbst, ich kenne meine eigenen Rohfassungen. Doch für den Blogbuster entscheidend ist die Frage: Ist das ein Roman, der zwar noch ein scharfes Lektorat benötigt, ansonsten aber fertig ist? Der funktioniert, durchdacht und stringent ist, mit Handlungssträngen, die zusammenlaufen, mit einem stimmigen Ende?..

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Tops und Flops beim Blogbuster: Ein Blick auf die eingereichten Manuskripte

In diesem Jahr ist das literaturcafe.de beim Blogbuster-Literaturpreis mit dabei. Zum zweiten Mal konnten Autorinnen und Autoren ihre Manuskripte bei Bloggerinen und Bloggern einreichen. Diese wählen nun ihre Favoriten aus, die dann einer Jury vorgelegt werden, der u. a. die Literaturagentin Elisabeth Ruge und Literaturkritiker Denis Scheck angehören. Der Gewinnertext erscheint schließlich im Herbst beim Verlag Kein & Aber.

Es waren 12 Einreichungen, die zur Vorauswahl beim literaturcafe.de eintrafen. Lesen Sie die Kurzbewertung von Malte Bremer und Wolfgang Tischer und warum es nur 3 von 12 Texten geschafft haben…

Erfahre hier, welche Manuskripte in der engeren Auswahl beim literaturcafe.de stehen.

Blogbuster-Update: 7 Manuskripte in der engeren Auswahl

Was ist eigentlich los beim Blogbuster? Allerhand, Leute! Die Einreichfrist ist vorbei, jetzt geht es ans Eingemachte. Erst mal vielen Dank an alle, die mir ihre Leseproben haben zukommen lassen, ich danke euch vor allem für euer Vertrauen. Ich habe eure Werke sorgfältig gelesen und mich dann entschieden. Das Gute ist: Wer durch meinen Filter gefallen ist, ist noch lange nicht raus. Wir haben einen Pool, in den wir solche Leseproben legen und auf den alle Blogger zugreifen können. Das bedeutet: Was mich nicht ganz überzeugt hat, bekommt vielleicht bei einem anderen Blogger eine wohlverdiente Chance. Im letzten Jahr waren da durchaus Kandidaten dabei, die es dann auf die Shortlist geschafft haben.

Sieben Manuskripte haben mich neugierig gemacht und ich habe die Autoren gebeten, mir die guten Stücke zu schicken, denn die Leseprobe umfasst ja nur 30 Seiten…

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„Niemand muss Angst haben, beschämt zu werden“: Der Blogbuster-Award 2018 – ein Gespräch mit Heike Duken

Heike, du hast 2017 beim Blogbuster mitgemacht. Was hat dich dazu bewogen?

Das neue Konzept, dass Literaturblogger Manuskripte entdecken, das fand ich schon toll. Da steckt zum einen viel Fachkunde und Leseerfahrung dahinter, zum anderen sind Blogger aber auch ganz normale Leser, die erst einmal nicht den Markt und die Verwertbarkeit von Texten im Sinn haben. Da dachte ich mir, vielleicht hat mein etwas sperriges Romankonzept eine Chance, wenn ich die richtige Bloggerin erwische. Und das warst dann du, grins.

Wie hast du den Wettbewerb empfunden?

Es war eine sehr spannende Sache für mich. Erst einmal hast du das Gesamtmanuskript haben wollen, dann unser erster Mailkontakt, deine Nachfragen, damals war ich in Brasilien auf Reisen, habe immer wieder eine Internetverbindung gesucht und deiner Entscheidung entgegengefiebert.

Als die gute Nachricht kam, dass du mit den Rabenkindern ins Rennen gehst, hab ich so gejubelt! Das war wirklich einen Caipirinha wert. Wir haben es ja leider nicht auf die Shortlist geschafft, und das war schon arg. Ich war furchtbar enttäuscht. Ich dachte, das war’s dann, ich bin eben doch nur eine mittelmäßige Schreiberin. AutorInnenseelen sind einfach wahnsinnig sensibel, schlimm.

Was hat sich durch den Blogbuster für dich verändert?

Viel. Erst einmal sind wir beide uns begegnet. Das allein war es schon wert. Unser Treffen in Salzburg, unsere Mails und dass wir in Kontakt geblieben sind. Also ich möchte das nicht mehr missen. Außerdem bin ich mit meinem Manuskript wahrgenommen worden, habe viel Zuspruch bekommen, und eine tolle Tür hat sich für mich geöffnet…

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Hommage an B. Traven

Der Roman „Wer ist B. Traven?“ von Torsten Seifert ist in zweifacher Hinsicht ein besonderes Buch. Zum einen bringt uns der Roman den Mythos B. Traven auf eine sehr spannende und unterhaltsame Weise näher, schickt uns auf eine Spurensuche und legt dabei eine Menge falscher Fährten. Und zum anderen wegen des Aufklebers, der auf der Schutzfolie klebt und der stolz verkündet „Blogbuster – Preis der Literaturblogger“. Denn „Wer ist B. Traven?“ ist der Siegertitel des Blogbuster-Wettbewerbs 2017. Fünfzehn unterschiedliche Blogs wählten aus 252 eingereichten Manuskripten je eines aus, die hochkarätig besetzte Jury kürte daraus den Gewinner, der als Preis einen Buchvertrag bei Klett-Cotta/Tropen erhielt. Und jetzt liegt dieses Buch zur großen Freude aller Beteiligten in den Buchhandlungen.

Aber wer ist nun B. Traven, der große Unbekannte der Literaturgeschichte?

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„Niemals aufgeben!“: Blogbuster-Sieger Torsten Seifert im Gespräch

Lieber Torsten, dein Debütroman ist gerade bei Tropen erschienen, du warst zur Präsentation auf der Frankfurter Buchmesse und hast die ersten Lesungen gehalten. Wie hast du die letzten Wochen erlebt, auf die du so lange hingearbeitet und gehofft hast?

Es ist eine tolle Erfahrung. Ich hatte ganz oft das Bedürfnis, ein bisschen von der Atmosphäre, die auf der Buchmesse oder bei den Lesungen herrschte, in kleine Fläschchen abzufüllen, damit ich sie später immer mal wieder herbeizaubern kann. Speziell in Frankfurt war die Taktzahl ziemlich hoch: Interviews, Lesungen, Shootings, Partys, andere Autoren kennenlernen… Ich fand das alles sehr schön und aufregend. Danach habe ich verstanden, was gemeint ist, wenn vom Nachmesseblues die Rede ist. Auch die Lesungen in den letzten beiden Wochen haben großen Spaß gemacht. Genauso wie die Leserunde bei Lovely Books. Aktuell gibt es dazu schon mehr als 1.000 Einträge bzw. Kommentare, die sich alle mit meinem Buch befassen. Das ist überwältigend.

Bevor du es bei Blogbuster einreichtest, hattest du mit dem Manuskript von „Wer ist B. Traven?“ bereits einen weiten Weg hinter dir. Was ist vor dem Happy End alles passiert?

Die erste Fassung war schon länger fertig…

Wie es mit dem Interview auf Rudkoffsky.com weiter geht, erfahrt ihr hier.

Foto: Kathleen Friedrich

Blogbuster 2018: Join the Gang!

Erinnert ihr euch noch an Heike Duken und die Rabenkinder? Das war mein Gewinnermanuskript für 2017, das ich so sehr mochte, dass ich mich dafür eingesetzt habe, und: Heike Duken hat mittlerweile einen Agenturvertrag, das Buch könnt ihr mit Sicherheit demnächst lesen, sobald ein Verlag dafür gefunden wurde. Damit ist Heike, obwohl sie den Blogbuster nicht gewonnen hat, in bester Gesellschaft: Von den 14 ausgewählten Autoren sind die Hälfte bei einer Agentur oder einem Verlag untergekommen. Das Siegerbuch ist soeben bei Klett-Cottaerschienen. Das ist eine wahnsinnig gute Bilanz, die auch zeigt: Wir Blogger haben durchaus Ahnung von dem, was wir tun. Und es gibt irre viele gute Manuskripte da draußen. Die brauchen wir!

Warum ich euch das erzähle? Weil der Blogbuster in die zweite Runde geht — und ihr mitmachen könnt…

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BLOGBUSTER 2018

Seit einer Woche hat der Blogbuster 2018 begonnen. Seit der Auftaktveranstaltung auf der Frankfurter Buchmesse können Manuskripte eingereicht werden. Dieses Jahr bin ich als Teil der Blogger*innen-Jury dabei und bin schon sehr gespannt auf die ersten Manuskripte! Was der Blogbuster genau ist, wie und wo man teilnehmen kann und welche Texte mich interessieren, möchte ich hier nochmal zusammenfassen…

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