Blogbuster 2018 | Interview mit Alexander Raschle

Langsam steigt die Spannung beim Blogbuster 2018. Die Longlist steht, leider haben nicht alle Blogger*innen Manuskripte für sich gefunden. Umso glücklicher sind wir, dass der Roman Die grauen Kinder von Alexander Raschle bei uns gelandet ist. Ein Longlist-Porträt und das Blogbuster-Lesebuch sind bereits online und auch wir hatten noch ein paar Fragen an Alexander Raschle. Bei einem Treffen im Zürcher Literaturcafé Kosmos sprachen wir mit dem ehemaligen Offizier der Schweizer Armee über seinen Roman und Lieblingsbücher.

DIE GRAUEN KINDER

Poesierausch: Wie kam dir die Idee zu deinem Text Die grauen Kinder? Und wie bist du auf den Titel gekommen?
Alexander Raschle: Die Erfahrungen meiner Militärzeit haben sich mit dem Réduit- und Gotthard-Topos vermischt. Der Stoff an sich ist ja nicht neu; darüber haben schon bekannte Schweizer Autoren geschrieben, Frisch, Kracht oder Dürrenmatt. Es wundert mich aber, dass es nicht mehr sind. Die unterirdische Schweiz, einzigartig in ihren Auswüchsen und so stark mit Geschichte und Symbolik aufgeladen, wurde literarisch bisher erst sehr vorsichtig erforscht. Da geht’s noch viel tiefer rein, ist noch viel mehr getarnt und versteckt, Sedimente von Ängsten und Geheimnissen.
Zum Titel: Zwischen Soldaten und Kindern bestehen seltsame Gemeinsamkeiten. Oft ist das Schweizer Militär in Zivilschutzanlagen unsichtbar unter Schulen und Kindergärten einquartiert. Und wenn dann in Zweierkolonnen marschiert und gesungen wird, wenn es gespieltes Töten und echte Tränen gibt, weiss man manchmal nicht mehr, welche oben und welche unten sind…

Weiter gehts hier auf dem Blog Poesierausch.

Über das Reisen und das Schreiben

Ein Gespräch mit Blogbusterpreis-Kandidatin Tina Ger

Der Blog Kaffeehaussitzer ist einer der fünfzehn am Blogbuster-Preis beteiligten Literaturblogs. Autorinnen und Autoren haben insgesamt 180 unveröffentlichte Manuskripte eingereicht; jeder Blog musste sich für eines entscheiden, das er für die Longlist des Preises nominiert. Die Jury wird diese Manuskripte eingehend prüfen und daraus eine Shortlist aus drei Titeln erstellen. Einer dieser drei geht dann als Sieger aus dem Blogbuster-Wettbewerb hervor und erhält einen Verlagsvertrag beim Verlag Kein & Aber. Das Buch erscheint dann im Herbst 2018.

Ich habe den Roman „Das Angeln von Piranhas“ nominiert und nachdem ich bereits über das Manuskript und den Auswahlprozess berichtet habe, stelle ich nun die Autorin Tina Ger im Interview näher vor…

Hier gehts weiter auf dem Blog Kaffeehaussitzer.

Die Blogbuster-Longlist steht

Blogger nominieren elf Titel für den Blogbuster-Preis

Die Longlist des diesjährigen Blogbuster-Preises steht fest. Unter den 180 eingesandten Romanmanuskripten haben die teilnehmenden Literaturblogger insgesamt elf Titel ausgewählt, mit denen sie ins Rennen um den diesjährigen Preis der Literaturblogger gehen werden. Auf der Wettbewerbsseite steht ein Longlist-Lesebuch mit Leseproben, Autorenvita und den Blogger-Bewertungen zum Download bereit.

Wertvolle Online-Publicity

Dem Gewinner winkt ein Verlagsvertrag und eine Veröffentlichung im diesjährigen Herbstprogramm von Kein & Aber. Bis aber die siebenköpfige Fachjury am 23. April die Shortlist und Anfang Mai den Preisträger verkündet, haben die Blogger Zeit, auf ihren Blogs und Social Media-Kanälen für ihre favorisierten Manuskripte die Trommel zu rühren. Im letzten Jahr konnten dadurch allein 110.000 Page Impressions und 200.000 Reichweiten-Kontakte auf Facebook und Twitter erzielt werden. Wertvolle Online-Publicity, von der nicht nur der Gewinnertitel profitiert. Im letzten Jahr konnten im Anschluss an den Wettbewerb acht Longlist-Autoren/innen einen Verlags- oder Agenturvertrag abschließen.

Die Longlist-Titel der Blogs:

1: Doris Brockmann Tuppek am seidenen Faden literaturcafe.de
2: Jürgen Buchinger [Ohne Titel] KulturErnten
3: Tina Ger Das Angeln von Piranhas Kaffeehaussitzer
4: Sebastian Guhr Die langen Arme Das Debüt
5: Sabine Huttel Ein Anderer schiefgelesen
6: Charlotte Kliemann Nenn ich dich Aufgang oder Untergang Ruth liest
7: Miku Sophie Kühmel Fellwechsel textmagazin
8: Anna Neder v. d. Goltz Martha schweigt BuchGeschichten
9: Alexander Raschle Die grauen Kinder Poesierausch
10: Iden Wagner Rollende Wale paperandpoetry
11: Mirjam Ziegler Die Federn meiner Mutter Rudkoffsky.com

Weitere Informationen unter: blogbuster-preis.de

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Das Blogbuster Longlist-Lesebuch ist da. Jetzt als eBook kostenlos auf www.blogbuster-preis.de herunterladen.


Redaktionskontakt:

Tobias Nazemi
Brandrevier GmbH
Gemarkenstraße 138 a
45147 Essen
Tel. 0201 – 874293 – 0
nazemi@brandrevier.com

Portrait Sebastian Guhr

„Die langen Arme“

„Die langen Arme“ erzählt eine Geschichte zweier Schwestern. Die jüngere Schwester – Yvette – ist Syntästhetikerin. Ihr Hobby ist es Geruchsinstrumente zu spielen, die aus Tierkadavern gebaut werden und statt Töne Gerüche erzeugen. Antje – die Ich-Erzählerin dieses Romans – entdeckt ein Tunnelnetz, das sich unter der Stadt erstreckt und das ihr erlaubt, das Leben der Anderen unbemerkt zu beobachten. Eines Tages kommt die politische Wende, die auch private Folgen für das Leben beider Schwestern hat.

Sebastian Guhr – Kandidat Das Debüt

Sebastian Guhr wurde 1983 in Berlin geboren, wo er Philosophie und Germanistik studierte. Der Roman “Die Verbesserung unserer Träume“ erschien im Herbst 2017 im Luftschacht Verlag. Zurzeit ist er Stipendiat der Lydia-Eymann-Stiftung in Langenthal/Schweiz.

Hier gehts zum Beitrag auf dem Blog Das Debüt.


Interview mit dem Longlist-Autoren

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?

Als ich mich beworben hatte, ging ich schon davon aus, auf der Longlist zu landen. Im Laufe der Monate habe ich meine Bewerbung allerdings ganz vergessen, weshalb ich dann jetzt doch überrascht war.

Warum hast Du Dich gerade bei Das Debüt beworben?

Das Debüt gefällt mir vom Konzept her und weil ich einen literaturwissenschaftlichen und philosophischen Hintergrund der Autorinnen bemerke. Es gibt keine ungefilterten Harmlosigkeiten wie auf so vielen anderen Blogs; sie können Literatur von Kunsthandwerk unterscheiden (was viele andere Blogger offenbar nicht können); es gibt dort keinen Gedankenbrei sondern bearbeitete Beiträge; sie loben nicht bloß sondern haben einen analytischen Blick auf Literatur und Gesellschaft.

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?

Die Aussicht auf Aufmerksamkeit. Mein eitles Bedürfnis, zu gefallen und gelobt zu werden.

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Da spielen viele Kriterien eine Rolle, nicht nur Qualität. Manchmal fällen Jurys ganz haarsträubende Entscheidungen. Man sollte die Fähigkeiten von Jurys sowieso nicht überschätzen, aus diversen Gründen kommt da oft Konsens-Quark raus.

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Ich habe den Roman im Oktober beendet und gleich beim Blogbuster-Preis eingereicht, viel anderes konnte ich da noch gar nicht unternehmen. Es hat ein Jahr gedauert, ihn zu schreiben.

Was wirst Du zusammen mit Deiner Bloggerin noch unternehmen, um Dich und Dein Manuskript zu promoten?

Ach, wir müssen da nicht mehr viel promoten. Die Jury soll voten, ohne Promotion und Devotion.

Portrait Miku Sophie Kühmel

„Fellwechsel“

Ísafjörður in Nordisland. Hier findet jedes Frühjahr die größte internationale Messe für Salzwasserfischfang statt. Auch Rina und Henning sind dabei. Nach der Messe startet nur noch ein letzter, völlig überbuchter Flug, bevor am Wochenende Stürme und Unwetter das Reisen unmöglich machen. Rina tritt den letzten Platz an Henning ab. Dann erfährt sie die Nachricht: Das Flugzeug ist abgestürzt. Keine Überlebenden. Das ändert etwas in Rina: Denn Zurückfliegen, würde ein Anerkennen der Realität bedeuten.

© Sophie Kerenyi

Miku Sophie Kühmel – Kandidatin Textmagazin

Miku Sophie Kühmel ist 1992 in Gotha geboren und aufgewachsen. An der Humboldt-Universität zu Berlin und der New York University studierte sie von 2010 bis 2017 Literatur, unter anderem bei Roger Willemsen und Daniel Kehlmann. Sie ist als Autorin und Podcast-Produzentin rund um das gesprochene und geschriebene Wort tätig. Seit 2013 erscheint ihre Kurzprosa regelmäßig in Zeitschriften und Anthologien. Nach Fellwechsel arbeitet sie derzeit an ihrem zweiten Romanprojekt.

Hier gehts zum Beitrag auf dem Blog textmagazin.


Interview mit der Longlist-Autorin

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?

Ich kann leider nicht so gut rechnen, weswegen ich es meistens vermeide. Gehofft habe ich das natürlich, aber meistens ist’s für das eigene Seelenheil besser, auf eine Absage zu warten oder überhaupt zu vergessen, dass man etwas irgendwo eingeschickt hat.

Warum hast Du Dich gerade bei Textmagazin beworben?

Tjaha! Hab ich gar nicht. Mein Text lag bei einem anderen Blog und wurde von Milena vom textmagazin aus dem Manuskript-Pool gefischt, an einem Punkt also nominiert, an dem ich bereits dachte, Hopfen, Malz und Bloggerpreis seien verloren. Mittlerweile weiß ich natürlich, dass textmagazin der beste Literaturblog des Universums ist…

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?

Der Literaturbetrieb fühlt sich von außen meistens an wie eine Art Märchenschloss im Hochsicherheitstrakt. Kein Weg führt hinein und man steht vor einer riesigen Mauer, an der man sich immer weiter entlang tastet. Jedes Mal, wenn ein Versuch, sich hinein zu schleichen, scheitert, tut das weh. Wettbewerbe wie dieser sind dann extrem seltene, großartige Chancen. Und mit den Bloggern hat man es, meiner Erfahrung nach, mit sehr begeisterungsfähigen Enthusiasten zu tun, die Bock haben. Das macht Spaß.

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Ihr immer mit eurem Gerechne! Es gilt: ich rechne gar nicht, mit nix. Ich versuche, den Status Quo zu genießen, sonne mich im Glanz der Longlist und schöpfe daraus Energie, um weiter zu machen. Aufhören ist nämlich keine Option.

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Uff, ich habe ja immer neben Studium, Arbeit undsoweiter geschrieben. Insgesamt hat es, denke ich, ungefähr ein Jahr gedauert. Unternommen habe ich schon das ein oder andere – letztes Jahr war ich z.B. auch schon hier dabei, bin aber knapp vor der Longlist rausgeflogen.

Was wirst Du zusammen mit Deiner Bloggerin noch unternehmen, um Dich und Dein Manuskript zu promoten?

Milena hat sich einen Auszug aus dem Roman gesucht, den sie gern auf den Blog packen möchte, und außerdem wird auch sie mir wohl noch ein paar Fragen stellen.

Portrait Anna Neder v. d. Goltz

„Martha schweigt“

In ihrem Manuskript „Martha schweigt“ erzählt Anna Neder v. d. Goltz von Entfremdung und davon, wie diese in einer sozialen Gemeinschaft zur Ausgrenzung führt. Gibt es ein Zurück? Und wenn ja, zu welchem Preis? Der Roman ist ein Mosaik aus Lebensgeschichten, in deren Mittelpunkt Martha steht. Jede der Figuren sucht einen Ausweg aus Demütigung, Unterdrückung und Abhängigkeit zu finden.

Anna Neder v. d. Goltz – Kandidatin BuchGeschichten

Anna Neder-von der Goltz lebt als Autorin in Nürnberg. Sie studierte Sonderpädagogik und Theaterwissenschaft, promovierte in Philosophie zum Thema Jugendliche mit begrenzter Lebenserwartung und leitete jahrelang zahlreiche Theater- und Tanzprojekte an Schulen. Seit 2012 ist sie Mitglied im AutorenVerband Franken und hält seitdem Lesungen in der Region. Sie veröffentlichte Erzählungen in verschiedenen Anthologien, u.a. zum Schaeff-Scheefen-Preis 2017. Ihr erster Erzählband „Ein anderes Leben wünsch ich mir“ erschien 2014. www.neder-goltz.de

Interview mit der Longlist-Autorin

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?

Zunächst nur zögerlich, doch als vor zwei Wochen eine Lektorin aus München und eine Agentur aus Berlin Interesse an meinem Manuskript zeigten, rechnete ich mir erste Chancen aus.

Warum hast Du Dich gerade bei BuchGeschichten beworben?

Entfremdung und Ausgrenzung sind Thema meines Romans und da ich ganz nah an meine Figuren herangehe, um zu verstehen, was sie bewegt, und ich mich in ihre seelischen Abgründe und ihre soziale Einsamkeit hineinversetze, ohne ihre Handlungen zu beurteilen, spricht mir meine Bloggerin aus dem Herzen, wenn sie schreibt: „Ich muss mich nicht unbedingt mit den Figuren identifizieren, sie aber verstehen können. … Abgründe wecken meine Neugier – die verborgenen, dunkleren Winkel der menschlichen Seele und der Gesellschaft.“

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?

Literaturblogs werden von denjenigen gemacht, die sich sehr intensiv mit Sprache und Geschichten befassen.
Mein Roman ist abwechselnd aus der Perspektive meiner Protagonistin und der anderen Figuren geschrieben, und seine Themen fordern den Leser tiefer einzusteigen. Deshalb war ich froh zu wissen, dass jemand Professionelles die literarische Qualität meines Romans prüft, ohne gleich dessen Marktfähigkeit im Blick haben zu müssen.
Der Preis wäre für mich wunderbar und ein Ansporn weiterzuschreiben. Ich habe größten Respekt vor den Mitgliedern der Jury.

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Meine Stärke liegt in meiner Sprache, dies wurde mir in Workshops immer wieder bestätigt. Ich kann Atmosphäre schaffen, die Stimmungen meiner Figuren gut einfangen und ihre Welt, in der sie um die Erfüllung ihrer Träume ringen, gut beschreiben. Auch für meine Dialoge erhielt ich durchwegs positive Rückmeldungen, deshalb bin ich jetzt mal mutig und hoffe das Beste.

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Ich habe an meinem Roman ca. zwei Jahre gearbeitet und ihn nun pünktlich zum Blogbusterpreis 2018 fertiggestellt.

Was wirst Du zusammen mit Deiner Bloggerin noch unternehmen, um Dich und Dein Manuskript zu promoten?

Wir sind gerade dabei uns etwas zu überlegen.

Portrait Jürgen Buchinger

„[Ohne Titel]“

Jürgen Buchingers titelloser Roman erzählt drei Tage im Leben eines namenlosen Protagonisten, der, geboren in vorstädtischer Bequemlichkeit, indoktriniert mit der transzendenten Macht von Bildung, infiziert ist von der Überzeugung, dass wir es nicht nur verdienen, unsere Träume zu verfolgen; wir sollten von ihnen profitieren. Und ihm stehen alle Möglichkeiten offen. So kann der Leser einem Antihelden 2.0 auf subtile Weise dabei zusehen, unser Leben als „Schauspiel der Nichtigkeiten“ ertragen zu lernen.

Jürgen Buchinger – Kandidat KulturErnten

Jürgen Buchinger studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Französisch an der Universität Wien. Er ist Mitherausgeber und Redakteur bei all-over | Magazin für Kunst und Ästhetik, das er im Jahr 2010 mitbegründet hat, schreibt Texte für KünstlerInnen und Ausstellungen und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Raussmüller Collection in Basel.

Hier gehts zum Beitrag auf dem Blog KulturErnten.

Interview mit dem Longlist-Autoren

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?

Nein.

Warum hast Du Dich gerade bei KulturErnten beworben?

Mein Manuskript schien zu seiner Beschreibung zu passen. Diese Einschätzung hat sich bewahrheitet.

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?

Es war eine gute Möglichkeit, Menschen mit meinem Text zu konfrontieren, die sich mit Literatur auseinander setzen.

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Da ich die anderen Beiträge nicht kenne ist das schwer zu sagen.

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Ungefähr eineinhalb Jahre, mit Unterbrechungen und intensiveren Phasen.

Was wirst Du zusammen mit Deiner Bloggerin noch unternehmen, um Dich und Dein Manuskript zu promoten?

Das haben wir noch nicht besprochen.

Portrait Tina Ger

„Das Angeln von Piranhas“

Protagonist Luca hat das Gefühl, in einer Sackgasse gelandet zu sein, schön angesiedelt im Prenzlauer-Berg-Bio-Idyll. Er ist umgeben von seinen Kindern, von denen er sich überfordert fühlt, und von seiner enttäuschten Ehefrau Johanna. Er verliebt sich in Yara, eine Brasilianerin aus Fortaleza, die nach einer gemeinsamen Nacht aus seinem Leben, aus Berlin, aus dem Land verschwindet. So, als hätte sie es nie gegeben. Er beginnt Nachforschungen anzustellen, möchte Yara wiederfinden, lässt alles hinter sich.

Tina Ger – Kandidatin Kaffeehaussitzer

Tina Ger ist gebürtige Berlinerin. Sie hat an der Deutschen Film- und Fernsehakademie studiert und zunächst als Producerin für verschiedene Filmproduktionen gearbeitet. Später begann sie für Film und Fernsehen zu schreiben, sowie sie als Dramaturgin und Lektorin tätig ist. Im Fernsehschreiben auf Familienstoffe und RomCom spezialisiert, findet sich eine erste Fingerübung im belletristischen Fach von ihr. Eine Anthologie mit einer Kurzgeschichte, die ins alte West-Berlin der 80iger führt, ist 2016 erschienen. Ihre Heimat Berlin inspiriert Tina Ger sowie das Reisen in die Ferne. Nicht nur auf Brasilien, sondern auch ihren Aufenthalten in Japan, Russland und der Mongolei folgten Manuskripte, die das Erleben dieser aufregenden Orte spiegeln. Heute lebt sie mit ihrem Mann und Sohn in Los Angeles und pendelt mit einem Notizbuch in der Hand über die Ozeane.

Hier gehts zum Beitrag auf dem Blog Kaffeehaussitzer.

Interview mit der Longlist-Autorin

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?

Nein, damit habe ich nicht gerechnet. Ich bin immer noch total überrascht.

Warum hast Du Dich gerade bei Kaffeehaussitzer beworben?

Das Arbeiten im Kaffeehaus & Co. fasziniert mich. Ich selbst bin Heimarbeiterin und komme nur selten vor die Tür. Also habe ich den Kaffeehaussitzer als ersten Blog besucht und mich dort sofort verstanden gefühlt. Und das von einem Auswärtsarbeiter! Uwe Kalkowski ist nicht nur der Kaffeehaussitzer, sondern auch der Photographierer und gestaltet zu seinen vorgestellten Büchern grandiose Fotos. Es gibt so viel Bild auch im Text zu entdecken und diese Verbindung suche ich immer auf allen Ebenen.

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?

Ja, genau das. Ein etwas anderer Literaturwettbewerb ist genau der Wettbewerb, der mich interessiert. Bei konventionellen Wettbewerben haben meine Texte eher keine Chance. Es ist toll, dass es Euch gibt und ich freue mich, Blogbuster entdeckt zu haben.

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Ich genieße die Anerkennung und den Moment. Gedanken über die Zukunft kann man sich immer machen. Ich mache das ausnahmsweise mal nicht, halte meinem Text aber ganz fest die Daumen.

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Die Reise nach Brasilien hat viel Vorbereitung und Recherche gebraucht. Insgesamt sind bestimmt zwei Jahre ins Land gezogen bis sich alle Bestandteile zu einem harmonischen Bild fügen ließen. Hinsichtlich der Verlagssuche bin ich ziemlich grün hinter den Ohren. Ein Lektor hat einmal versucht, ein passendes Genre für mein Manuskript zu finden und mir hat mal eine Agentur geraten, den Mittelteil umzuschreiben, um den Stoff konventioneller anzulegen, wozu ich mich allerdings nicht habe durchringen können.

Was wirst Du zusammen mit Deinem Blogger noch unternehmen, um Dich und Dein Manuskript zu promoten? 

Ich bin ganz schlecht in Eigenwerbung, nehme mir aber vor mit dem Kaffeehaussitzer gemeinsam auf die Pauke zu hauen!

Portrait Iden Wagner

„Rollende Wale“

Millionenerbin Max hat die Nase voll von gesellschaftlichen Erwartungen, von Geld und Ansehen, von den Anforderungen ihrer Eltern und generell von der Sinnlosigkeit des Lebens. Sie bleibt von nun an im Bett und philosophiert über Literatur, Musik, Filme, diesem verhassten Leben da draußen, in dem sich jeder nur auf sich selbst fokussiert und zeigt dabei nicht nur ziemlich kluge Gedankengänge, sondern auch einen unglaublich guten Humor.

Iden Wagner – Kandidatin paperandpoetry

Geboren wurde ich in Spanien, kehrte aber im Alter von drei Monaten in die Geburtsstadt meiner Eltern zurück, ins damalige West-Berlin. Im heutigen Gesamt-Berlin lebe ich mit meinem Mann und zwei Söhnen noch immer, nur etwas weiter nordöstlich, früher mal Ost-Berlin.
Meinen Beruf habe ich mehrfach gewechselt: Erst Juristin, dann Print- und Fernseh-Journalistin, dann Mitarbeiterin eines Bundestagsabgeordneten, und seit kurzem Rückkehr zu Jura, als Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Menschenrechte. Nie losgelassen hat mich der Berufswunsch, den ich schon als Kind hatte: Schriftstellerin zu sein…

Hier gehts zum Beitrag auf dem Blog paperandpoetry.

Interview mit der Longlist-Autorin

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?

Ich habe versucht, die Hoffnung zu unterdrücken, aber das lässt die ja nicht so leicht mit sich machen…

Warum hast Du Dich gerade bei paperandpoetry beworben?

Als erstes haben mich Mias eigene Texte sehr angesprochen. Besonders ihr „Plädoyer gegen Neid, Missgunst und Wettbewerbsdruck“ und ihr Text „Weil ich ein Leben habe“ gefallen mir sehr, und ich hatte den Eindruck, dass sie sich vielleicht ganz gut in Max, die Protagonistin meines Textes, einfühlen könnte. Außerdem mag ich ihren Schreibstil, und ihre Rezensionen finde ich klug und sie machen Lust, die von ihr empfohlenen Bücher zu lesen. Viele davon kannte ich gar nicht – ich schaffe es leider mittlerweile viel zu wenig, aktuelle Literatur zu lesen –, aber ein paar Autorinnen und Autoren bzw. bestimmte Romane von ihnen mögen wir beide, zum Beispiel Margaret Atwood, Juli Zeh, Dave Eggers, F. Scott Fitzgerald, Haruki Murakami oder John Irving.
Zudem gehört sie der Zielgruppe an, an die sich mein Text vermutlich vorrangig richtet: an junge Menschen, die in ihren Lebenswegen und -ansichten (noch) weniger festgefahren sind und die für Kunst in all ihren Formen empfänglich sind, was im Laufe des Lebens zwischen Familie, Beruf und Alltagshektik leider leicht verloren geht.

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?

Meine Hoffnung war, dass Bloggerinnen und Blogger einen unverstellten, weniger kommerziellen Blick haben als „alte Literaturhasen“. Bestimmt liegen die Profis aus dem Literaturbetrieb oft richtig mit ihrer Einschätzung, ob eine Geschichte viele oder zumindest einige Menschen anspricht, und das ist für alle Beteiligten auch sinnvoll. Einen Roman zu schreiben, ist ja eine ziemlich eitle Angelegenheit: „Nehmt euch Zeit und hört her, was ich zu sagen habe!“ Nicht schlecht, wenn einen jemand mit Erfahrung stoppt, falls das, was man zu sagen hat, nicht unbedingt in einen so exponierten Rahmen passt. Dennoch wird der professionelle Blick vielleicht manchmal durch Routine eingeschränkt, und deshalb gefiel mir die Idee, dass beim Blogbuster-Wettbewerb lesebegeisterte und –erfahrene Blogger außerhalb des „Big Business“ die Longlist aufstellen.

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

1:13 (oder sind es mittlerweile weniger Kandidaten?)

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Die erste Fassung habe ich in drei Monaten geschrieben, dann habe ich es einer Freundin und einem Freund zu lesen gegeben und danach ein paar Agenturen angeschrieben. Einige davon haben das Gesamtmanuskript angefordert und am Ende abgelehnt, teils aber mit erfreulich detaillierter Begründung, wodurch ich Ansätze für die Überarbeitung hatte. So stimmt das aktuelle Manuskript mit der ersten Fassung wohl höchstens noch zur Hälfte überein. Auch beim Blogbuster 2017 habe ich mitgemacht und schaffte es damals zwar in die engere Auswahl des Blogs, aber nicht zur Nominierung. Danach überarbeitete ich das Manuskript ein paar weitere Male und bot es einigen Verlagen an, bisher meist ohne Rückmeldung (wahrscheinlich ist es in den meterhohen Türmen unaufgefordert eingesandter Manuskripte verschollen), und jetzt ging es an die neue Runde des Blogbusters.

Was wirst Du zusammen mit Deiner Bloggerin noch unternehmen, um Dich und Dein Manuskript zu promoten?

Einen Blockbuster drehen, denke ich 🙂

Portrait Alexander Raschle

„Die grauen Kinder“

Der Gotthard im kalten Krieg; Korporal Steiner rückt in einen geheimen Bunkerkomplex ein. In der ersten Nacht wird Strahlenalarm ausgelöst, vierzig Milizionäre sind in der Festung eingeschlossen. Ihr einziger Kontakt zur Aussenwelt über Funk; eine sanfte Frauenstimme, von der jeder behauptet sie schon mal irgendwo gehört zu haben.

Alexander Raschle – Kandidat Poesierausch

Alexander Adrian Jim Raschle, geboren 1988 in Zaragoza, Spanien, mit Wurzeln in Stockholm, Schweden. Aufgewachsen und wohnhaft in St. Gallen, Schweiz. Studium Visuelle Kommunikation. Ehem. Offizier der Schweizer Armee, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Preisträger TREIBHAUS Literaturwettbewerb 2016 und Literaturpreis Prenzlauer Berg 2017. Teilnehmer Schreibwerkstatt der Jürgen Ponto-Stiftung und Autorenworkshop Nibelungenfestspiele Worms 2017. Veröffentlichungen im Literarischen Monat #25 und Anthologie Federlesen #12.

Hier gehts zum Beitrag auf dem Blog Poesierausch.

Interview mit dem Longlist-Autor

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?

Ich habe mir so wenig Gedanken dazu gemacht wie möglich.

Warum hast Du Dich bei Poesierausch beworben?

Juliane und Stefan schreiben sehr hochwertige und persönliche Rezensionen auf ihrem Blog und machten mir einen sympathischen Eindruck. Ihr zusätzlicher Aufruf für den Wettbewerb war für mich zudem ein Signal, dass ehrliches Interesse an den eingesandten Texten besteht und sie mit Sorgfalt und Respekt damit umgehen. Unser Treffen in Zürich und ihr Beitrag zum Text hat mir das alles bestätigt; herzlichen Dank den beiden.

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?

Für den Autor ist es spannend, selber bestimmen zu können, wer seinen Text zuerst lesen soll und so seine Chancen zu beeinflussen. Für die Blogger, denke ich, ist es Gelegenheit, sich mit Texten zu beschäftigen, die man vielleicht sonst (noch) nirgends findet. Dieses gegenseitige Kennenlernen und die Promotion, die damit einhergeht, macht für mich einen grossen Reiz des Wettbewerbs aus.

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Wir werden sehen, was passiert.

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Der Text ist in einem Zeitraum von zwei Jahren entstanden und so lange schreibe ich auch ernsthaft. Das anfängliche Mentorat von Lektorat Literatur war sehr wertvoll und an der Schreibwerkstatt der Jürgen Ponto-Stiftung 2017 hatte ich Gelegenheit, mich zusammen mit anderen Nachwuchsautoren mit dem Schreiben an sich auseinanderzusetzen. Es gab auch Austausch mit einer Agentur, ansonsten ist der Text in seiner jetzigen Form bisher noch nicht weit herumgekommen. Ich glaube, dem Drang nach Veröffentlichung muss die Frage entgegengestellt werden, ob dies wirklich meine beste Arbeit ist, ob ich es nicht doch nochmals in die Hand nehmen soll. Vielleicht braucht es dazu mehr Mut; mit Geduld nochmals umzuformen, darüber zu sprechen, mehr zu lesen, mehr darüber nachzudenken.

Was wirst Du zusammen mit Deiner Bloggerin noch unternehmen, um Dich und Dein Manuskript zu promoten?

Es wird ein Interview auf poesierausch.com geben. Juliane und Stefan haben bereits sehr viel gemacht; am Ende muss der Text alleine überzeugen.