Portrait Kai Wieland

„Ameehrikah“ 
„Welchem Zweck dient die Erinnerung? Welchen Wert haben Erinnerungen aus zweiter Hand? Warum hängen wir so an ihnen, auch an jenen unserer Mitmenschen und Vorfahren, während uns die faktische Geschichte so zuwider ist?“ Zur Beantwortung dieser Fragen schickt Kai Wieland einen Chronisten in ein Kaff im Schwäbischen Wald, dort, wo man „Ameehrikah“ schwäbelt, wenn man Amerika meint.

Kai Wieland
Kandidat LustzuLesen

Kai Wieland, gebürtiger Schwabe, aufgewachsen unter der vertrauensvollen Obhut von Hunter S. Thompson, Bret Easton Ellis und Ernest Hemingway, absolvierte nach dem Abitur eine Ausbildung zum Medienkaufmann und studierte anschließend Buchwissenschaft an der LMU in München. Heute ist er in einem Verlagsbüro in Stuttgart tätig, wo er sich sich der Kombination seiner großen Leidenschaften – Bücher, Reisen und Outdoor – in Form der redaktionellen Arbeit an verschiedenen Reiseführerreihen widmet.

Hier gehts zum Beitrag der Bloggerin auf dem Blog LustzuLesen

Interview mit dem Longlist-Autor

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?  

Ich war durchaus der Meinung, dass ich einen ganz guten Text geschrieben habe, sonst hätte ich ihn nicht eingesendet. Mir war aber natürlich auch klar, dass der Erfolg oder Misserfolg meines Manuskripts von verschiedenen Faktoren abhängen würde. Über ein Ausscheiden wäre ich daher ebenso wenig überrascht gewesen. Jetzt bin ich einfach froh, so weit gekommen zu sein.

Warum hast Du Dich gerade bei dem Blog LustzuLesen“ beworben?  

Ich lese nur selten Literaturblogs und auch vom Wettbewerb selbst habe ich eher zufällig erfahren. In erster Linie habe ich mich deshalb auf die Vorstellungstexte der Blogger und mein Bauchgefühl verlassen. Bei Sonjas Idee von guter Literatur und der Auswahl der Titel, die sie auf Lust zu Lesen bespricht, hatte ich den Eindruck, dass es passen könnte. Und das hat es offenbar. 

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen? 

Ehrlich gesagt bin ich nicht besonders wählerisch im Umgang mit den Chancen, die sich mir bieten, und der Blogbuster war keineswegs mein einziger Versuch Ameehrikah unterzubringen. Dessen ungeachtet hat mich das Konzept des Wettbewerbs aber auch sofort überzeugt, weil die Marktgängigkeit der Manuskripte für die erste Instanz, die Blogger, eine geringere Rolle spielt als bei der klassischen Verlagssuche. Außerdem ist es einfach ein spannendes Event mit einem reizvollen ersten Preis.

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen? 

Dieselbe, die ich mir bei Sonja ausgerechnet hatte, zumal ich meine Konkurrenz kaum kenne. Ich bin überzeugt von dem, was ich geschaffen habe, und wenn es gut genug ist und auf Zustimmung stößt, wunderbar. Wenn nicht, dann setze ich mich eben wieder an den Schreibtisch und beginne von Neuem.

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden? 

In unregelmäßigen Abständen etwa ein Jahr und dann, nach Ende meines Studiums, weitere drei Monate exzessiv. Seitdem habe ich, bis zum heutigen Tage, monatlich zwei bis drei Leseproben verschickt und mich mittlerweile sehr an das Gefühl gewöhnt, immer ein Eisen im Feuer zu haben.

Was wirst Du zusammen mit Deinem Blogger noch unternehmen,  um Dich und Dein Manuskript zu promoten. 

Social Media, Baby! Letztendlich muss Ameehrikah aber für sich allein sprechen, um die Fachjury zu überzeugen.

2 Kommentare

  1. Kai ist mein Favorit! Die Texte auf seinem Blog sind schon so wunderbar und ich würde mich riesig freuen, wenn sein Manuskript gewinnt. Alle Daumen sind gedrückt.

  2. Pingback: Blogbuster 2017 – Warten auf die Shortlist – lust zu lesen

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