Portrait Daniel Faßbender

„Die weltbeste Geschichte vom Fallen“
Ein 21jähriger Ich-Erzähler, der irgendwie lose in der Luft, konkreter in der Stockholmer Luft hängt. Er ernährt sich hauptsächlich von Zimtwecken und Kakao, trägt Marken-Sneakers, H&M-Mütze und Ray Ban Wayfarer und hält sich gerne über den Dächern von Stockholm auf – denn beim „Roofing“ findet er „eine ganze Welt ohne andere Menschen, ein riesiger Abenteuerspielplatz nur für mich.“ Erst als er auf die drei Jahre ältere Bojana trifft, kommt ein Halt, ein doppelter Boden in sein Leben. Der ihm dann kurz darauf wieder entzogen wird und sein sowieso schon fragiles Lebenskonzept ins Schwanken bringt.

Daniel Faßbender –
Kandidat Sätze & Schätze

Man könnte die Stimme schon mal gehört haben. In einem Nachrichtenbeitrag über Donald Trump, das Wetter, brennende Wälder oder was auch immer. Daniel Faßbender ist Journalist und arbeitet für mehrere Fernsehsender. Davor war er Seemann, um die Welt zu sehen. Um das Schreiben zu üben und die Angst vor weißen Blättern zu verlieren, hat er bei einer großen Boulevard-Zeitung volontiert. Das Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft, Politik und Geschichte – abgeschlossene Vergangenheit. Er lebt in Köln und findet Bücher, das Meer und Dächer ziemlich gut.

Hier gehts weiter zum Beitrag der Bloggerin auf dem Blog Sätze & Schätze

Interview mit dem Longlist-Autoren

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet? 

Nicht damit gerechnet, aber anfangs hatte ich natürlich jede Menge Hoffnung. Doch dann hakte ich den Wettbewerb recht schnell für mich ab. Der Blog „Bücherwurmloch“, wohin ich mein Manuskript ursprünglich geschickt hatte, legte sich im Januar auf andere Favoriten fest. Das war‘s, dachte ich. Doch dann: Plottwist! Ende Februar, wenige Tage vor Ablauf der ersten Runde, erhielt ich völlig unverhofft eine Mail von Birgit Böllinger vom Blog „Sätze und Schätze“. Sie wollte meinen Text für die Longlist einreichen. Was ich nicht wusste: Bücherwurmloch hatte mein Manuskript in einen Pool mit vielversprechenden Manuskripten gegeben. Dort war er Birgit aufgefallen. Happy End!

Warum hast Du Dich gerade bei dem Blog „Sätze und Schätze“ beworben? 

Das habe ich leider gar nicht. Ich dachte: ein junger Text und ein junger Blog wie „Bücherwurmloch“, das macht Sinn. Dabei habe ich aus den Augen verloren, dass es bei Romanen nicht um alt oder jung geht. Es geht um gute Geschichten, darum in fremde Köpfe zu blicken und sich auf das einzulassen, was einem selbst vielleicht fern scheint. Birgit Böllinger hat mir das wieder vor Augen geführt. Sie liebt Literatur ohne in albernen Kategorien zu denken und das merkt man ihrem Blog an.

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?

Der Literaturbetrieb scheint im Moment ziemlich große Berührungsängste bei Neuem zu haben – neuen Themen, neuen Vermarktungsmöglichkeiten, aber vor allem auch neuen, noch unbekannten Autoren. Blogger dagegen sind angstfrei. Das hat mich gelockt. Und der mögliche Verlagsdeal – ganz vielleicht spielte der auch eine klitzekleine Rolle.

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Ich glaube, das Rennen ist völlig offen. Meine Chancen liegen bei 1:14. Im Moment bin ich einfach sehr dankbar, dass mein Text wahrgenommen wird.

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Die Recherche, das Schreiben, das Überarbeiten und das Überarbeiten und das Überarbeiten haben ungefähr ein Jahr in Anspruch genommen. Im Kampf um einen Verlag gab‘s etliche blutige Nasen (also meine Nase blutete mehrfach). Aber ich gebe nicht auf.

Was wirst Du zusammen mit Deinem Blogger noch unternehmen,  um Dich und Dein Manuskript zu promoten.

Promo? Wir überhäufen die Juroren mit teuren Geschenken und machen sie mit unmoralischen Angeboten gefügig.
Im Ernst: Mal sehen, was sich mit Social Media so bewegen lässt.

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