Portrait Micaela Daschek

„Polareule“
Eine Gegend im Polarkreis und eine Person in Haft. Eine Geschichte, die zunächst im Dunkeln bleibt. Ein wenig später wechselt Micaela Daschek die Zeit, erzählt von einem Sommer im Jahr 1974. Wie verbindet sie die Gegenwart mit der Vergangenheit? Was ist da alles vorgefallen und was haben diese Wölfe in den nahezu unendlichen und unberührten Weiten der Taiga damit zu tun?

Micalea Daschek – Kandidatin Muromez

Micaela Daschek studierte Vorschulpädagogik und Kinderpsychologie in Leningrad (Sankt Petersburg), der schönen Stadt an der Newa. Mit bestandenem Diplom in der Tasche kehrte sie in das wiedervereinigte Deutschland zurück und half beim Aufbau eines Wohlfahrtsverbandes, für den sie bis heute noch tätig ist. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit schreibt und illustriert sie. In ihren Kurzgeschichten, Glossen und Gedichten, die in Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht wurden, kommt häufig ihre Liebe zur russischen Seele zum Ausdruck. Dabei interessiert sie stets das Kleine, das Einzigartige im großen Ganzen. Diese Sichtweise steht auch im Zentrum ihres ersten Romanprojekts „Polareule“.

Hier gehts weiter zum Beitrag des Bloggers auf dem Blog Muromez

Interview mit der Longlist-Autorin

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?

Kaum, man kennt ja seine Konkurrent*innen und deren Werke nicht. Aber gehofft habe ich es natürlich. Und ja, ich freue mich.

Warum hast Du Dich gerade bei dem Blog „Muromez“ beworben?

Tatsächlich habe ich mich sehr bewusst für den Blog von Muromez entschieden. Ilja Rieger überzeugte mich mit seiner klaren Sprache und sachlich besonnenen Betrachtung der Werke auf dem Blog. Darunter waren auch Klassiker, das gefiel mir, weil meine Vorbilder Mann, Tolstoi und Bulgakow heißen … Vor allem aber wollte ich, dass der „bewertende“ Blogger weitläufig eine Affinität zu dem hat, worüber ich schreibe; über Russland und die sowjetischen Zeiten. Denn: Wahrhaftigkeit ist mir mehr wert als alles andere, wenn die Novelle auch rein fiktional ist. – Aber, für mich müssen Zeit und Ort, Land und Leute sowie die Entwicklung der Protagonisten bzw. deren Handlungen im Bereich des Möglichen liegen! Fantasie liegt mir nicht … mich reizt in Geschichten eher die Retrospektive.

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?

Meine bisherigen Texte, ob kurze Prosa oder Roman, bedienen kaum den Mainstream. So hat mich besonders angesprochen, dass diametral dazu ausgeschrieben wurde und gerade „kein Genre“ gefordert war – da passt die Novelle nämlich nicht rein. Außerdem wurde nicht nur ein Romanmanuskript gesucht, sondern auch ein (Schreib-)Talent. Dem wollte ich mich stellen.

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Alles ist möglich, denke ich, je nachdem, was quotiert wird. Plot und Aussage, Sprachstil, Handlungsstrang, Potential … Ehrlich, das Ganze hat etwas von einer magischen Kiste; zum Vorschein kommen entweder ein Kartenspiel, das weiße Kaninchen oder die zersägte Jungfrau. Dennoch: Für die „Polareule“ sprechen der Plot, Stimmung- und Sprachstil sowie die umfangreiche Recherche.

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Den Ausschlag gab der internationale Wettbewerb: FLORIANA (Österreich) zum Thema „Macht“. Nachdem der Plot klar war, schrieb ich ca. 3 Monate. Der Beitrag kam Ende 2014 ins Lesefinale. Anschließend schrieb ich 4 Agenturen an, wobei 2 Interesse am Manuskript hatten, jedoch das Genre für die Novelle nicht bestimmen konnten und somit wieder Abstand nahmen. So erschien die „Polareule“ Anfang 2016 im Selbstverlag und erhielt bislang 24 Rezensionen.

Was wirst Du zusammen mit Deinem Blogger noch unternehmen, um Dich und Dein Manuskript zu promoten.

Lasst euch überraschen!

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