Portrait Chrizzi Heinen

„Das schwarze Loch“
Ich-Erzählerin Hildi tritt ein ungewöhnliches Erbe an: Ein schwarzes Loch wird in ihrem Badezimmer installiert. Während schlechte Texte das Unfassbare gnadenlos ausschlachten würden, ist das astronomische Phänomen in „Das schwarze Loch“ ein stiller, saugkräftiger Begleiter der Geschichte einer Freundschaft, einer Liebe, einer Stadt.

 

Chrizzi Heinen – Kandidatin Zeilensprünge

Chrizzi Heinen (*1978 in Köln) ist promovierte Musikethnologin und Künstlerin. Neben der wissenschaftlichen Forschungsarbeit widmet sie ihre Zeit der Gestaltung von Cartoons, Comics und kleineren Gemälden, schreibt Radiofeatures und Hörspiele, konzipierte eine Radiosendung im Abfertigungshaus einer Berliner U-Bahnstation und wirkte als Musikerin und Texterin in diversen Musikprojekten mit. Sie lebt seit 2005 in Berlin und hat eine kleine Familie.
www.coconut-farm.org

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Interview mit der Longlist-Autorin

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?

Nein, weil ich weiß, dass es sehr viele Menschen gibt, die gute Ideen haben, die in Schreibtischschubladen schlummern.

Warum hast Du Dich gerade bei dem Blog „Zeilensprünge“ (Tabitha und Gerrit) beworben?

Mir gefällt, dass die besprochenen Bücher immer auch eingerahmt sind in einen gesellschaftlichen oder historischen Kontext, den sich Gerrit und Tabitha gründlich erarbeitet haben. Außerdem habe ich den Eindruck, dass die beiden ihren eigenen emotionalen Impulsen keinen Raum geben möchten – zum Wohle einer möglichen Objektivität in Bezug auf die besprochenen Texte. Diese angenehm verkopfte und kritische Sichtweise ließ mich vermuten, sie könnten meinen Text verstehen.

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?

„Jeder kann mitmachen“ ist sicher ein attraktiver Gedanke, vor allem wenn es um literarische Resultate geht. Mich reizte vor allem die Vorstellung, dass da neugierige Leute sitzen, die die eingereichten Manuskripte wirklich lesen.

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Dazu kann ich leider gar nichts sagen. Gerade freue ich mich über das positive Feedback und die freundliche Kommunikation mit dem Blog Zeilensprünge.

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Die Plotidee kam mir bereits 2013, seitdem notierte ich auf Zetteln und in Heften – vor allem Merkmale der Protagonisten und ihre möglichen Beziehungen zueinander. Ab Mitte 2014 bis 2016 habe ich dann am Rechner gesessen. Nach meinen ersten Kontaktaufnahmen zu Verlagen rate ich mir selbst, es in nächster Zeit weniger verkrampft anzugehen und meine Ideen, also meinen Text, lieber zu schützen. Absagen verstärken meine Selbstzweifel und entkräften, und das ist keine gute Grundlage für zukünftige Schreibvorhaben.

Was wirst Du zusammen mit Deinem Blogger noch unternehmen, um Dich und Dein Manuskript zu promoten?

Gegenwärtig läuft eine Internetauktion, bei welcher der braune Nicki-Pullover eines verstorbenen Protagonisten ersteigert werden kann. Der Erlös wandert auf direktem Wege in die Kollektivkasse des Clubs „Das Loch“. Daneben setzen wir ganz klassisch auf Werbegeschenke, die auch auf der Tagung der „Black Hole Studies“ verteilt wurden: Likörpralinen in Lochform, Schwarze Löchersocken, Eintrittskarten für Konzerte im Superloch. Eine Interpretationshilfe (Sek I und Sek II) in Kooperation mit einem renommierten Schulbuchverlag ist in Planung.

 

1 Kommentare

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