Portrait Brigitte Morgenroth

„Hundeseele“
Ein Dorf im Allgäu der 50er Jahre – Über den Krieg spricht man nicht, die katholische Kirche gibt die Regeln vor und der Rhythmus der Jahreszeiten bestimmt die Arbeit. Als Greta, Lehrerin der Dorfschule, ein Mädchen aufnimmt, das unter Hunden aufgewachsen ist, zeigt die Fassade Risse. Es ist die Geschichte einer Frau, die für ein traumatisiertes Mädchen kämpft – und eine Tochter gewinnt.

Brigitte Morgenroth – Kandidatin Pinkfisch

Brigitte Morgenroth (c) Marco Reiss

Ich bin Biologin, arbeite in der Pressestelle eines medizinischen Institutes – und schreibe so oft und so viel es geht. Geboren bin ich 1962 in Neuchâtel/Schweiz, lebe aber schon lange in Darmstadt. Studiert habe ich Biologie, Philosophie und Öffentlichkeitsarbeit. Seit 2007 nehme ich an der Textwerkstatt von Kurt Drawert/Martina Weber teil. Mehrere Kurzgeschichten habe ich in Anthologien veröffentlicht, einen Preis beim Stockstädter Literaturpreis gewonnen. Über dreißig Jahre tanzte ich in einer Tanztheatergruppe – ein kreativer Prozess mit allen Sinnen. Diese Erfahrung habe ich für meinen Roman genutzt, bei dem es um ein Mädchen geht, das unter Hunden aufgewachsen ist: Ich bin auf allen Vieren gelaufen, um zu erfahren, wie sich das anfühlt.

Hier gehts weiter zum Beitrag der Bloggerin auf dem Blog Pinkfisch


Interview mit der Longlist-Autorin

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?  

Ich habe mir angewöhnt, nicht zu viel darüber nachzudenken, ob eine Bewerbung zum Erfolg führt. Es hängt von so vielen Faktoren ab, die man oft nicht beeinflussen kann. Ich wünsche meinem Manuskript und meinen Protagonisten viel Glück und lasse sie gehen.

Warum hast Du Dich gerade bei dem Blog „Pinkfisch“ beworben?

Der Blog von Sarah wirkt offen und sympathisch. Es hat mir gefallen, dass sie nicht auf eine bestimmte Art von Literatur festgelegt ist und gut erzählte Geschichten liebt. Ihren Buchbesprechungen merkt man die Begeisterung für Bücher an und auch den Wunsch, gegen den Mainstream Interesse zu wecken.

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?  

Ich fand die Form interessant. Sie bietet die Möglichkeit, den Wettbewerb kontinuierlich und transparent zu kommunizieren. Es ist aufregend, die verschiedenen Schritte zu begleiten, man kann sie mit Freundinnen und Freunden teilen. Schon allein durch diesen Prozess erhält ein Manuskript Aufmerksamkeit. Es ist keine Blackbox, in der ein Manuskript verschwindet. Man tritt in Kontakt mit den Bloggern, und es ist ist eine Form, in der, abseits ausgetretener Literaturpfade, auch unbekannte Autorinnen und Autoren eine Chance bekommen. 

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Natürlich hoffe ich auf eine Chance. Aber vor allem freue ich mich, dass ich so weit gekommen bin und die Fachjury meinen Roman bewertet.

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Der Roman ist in drei Jahren entstanden, in denen ich intensiv mit meinen Protagonisten gelebt habe. Ich spürte von Anfang an, dass die Geschichte trägt. Das hat mich motiviert, dran zu bleiben.
Ich habe das Manuskript bereits an mehrere Literaturagenturen geschickt und habe – immerhin – ermunternde Rückmeldungen bekommen. Aber es hat nie dazu gereicht, dass eine Agentur die Vertretung übernommen hat. Und dann habe ich mich auf den Blogbuster-Preis beworben … 

Was wirst Du zusammen mit Deinem Blogger noch unternehmen, um Dich und Dein Manuskript zu promoten.

Über Facebook werde ich meine Freundinnen und Freunde auf dem Laufenden halten. Die Literaturgruppe „Darmstädter Textwerkstatt“ werde ich beteiligen und alle, die mich während des Schreibprozesses unterstützt haben, informiere ich über Mail. Sarah von Pinkfisch will ich in Hanau besuchen, das fällt uns bestimmt noch was ein.

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