Longlistautorin Nr. 5: Katharina Radtke

Petra Lux (Die Liebe zu den Büchern) hat sich die Wahl eines passendes Kandidaten einfacher vorgestellt. Letztes Endes hat sie sich für „Schneestolz“ von Katharina Radtke entschieden.

Ich bin immer dafür neue Dinge zu probieren und Erfahrungen zu sammeln. Das war eine Sache, die mich am Blogbuster so gereizt hat. Wer wird sich bewerben? Was bekomme ich zu lesen? Letzten Endes habe ich mir die Wahl eines passenden Kandidaten für die Longlist tatsächlich etwas einfacher vorgestellt. Unkorrigierte und unlektorierte Bücher sind eben nicht ganz mit einem fertigen Roman zu vergleichen. Nach vielen gelesenen Seiten, abwägen und überdenken habe ich meine Wahl nun getroffen. Ich schicke ‚Schneestolz‘ von Katharina Radtke ins Rennen. Ein leises Buch mit einer scheinbar alltäglichen Geschichte, die mich überzeugt hat.

Manchmal muss man weg um Abstand zu gewinnen und Dinge zu überdenken. Um zu verstehen, dass man erst alte Geschichten abschließen muss, um wieder glücklich zu werden. Clio Schwartz geht es genau so. In ihrer Beziehung läuft einiges schief, der Kinderwunsch bleibt unerfüllt. Sie reist ins elterliche Ferienhaus an der Ostsee, um ihre Probleme eine Weile hinter sich zu lassen und über die Zukunft nachzudenken. Dort findet sie einen Brief oder vielmehr Roman ihrer alten Jugendliebe Vincent, den sie im Studium in Oxford kennengelernt hat. Vincent war der perfekte Mann in ihrem Leben, ihre große Liebe und auch der, von dem sie ein Kind erwartete, welches sie dann verlor. Jetzt ist Vincent todkrank und bittet mit seinen Zeilen auch ein Stück weit um Vergebung. Er versucht sich zu erklären. Mit jedem Wort und jeder Zeile fängt sie endlich an, sich ihrer Vergangenheit zu stellen und versteht langsam, was damals wirklich geschah.

Der Grund, weshalb ich mich letzten Endes für ‚Schneestolz‘ entschieden habe, war der, dass ich mich mit der Geschichte und den Gefühlen die dort transportiert wurden, am besten identifizieren konnte.

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