Portrait Lukas Vering

„Air“
Bis ins Detail entwirft Lukas Vering eine Welt, in der sich die Menschheit vollständig von der Natur und ihren Ressourcen gelöst hat, sie kontrolliert und sich ihre Umgebung vollständig selbst schafft. Den beiden Hauptfiguren nimmt die Kontrolle, die kalte Vernunft, mit der alles durchgeplant und organisiert wird, im wahrsten Sinne des Wortes „die Luft zum Atmen“.


Lukas Vering
 – Kandidat Kulturgeschwätz

Nach Abi, Neuseeland und Studium ist Lukas Vering inzwischen im Journalismus gelandet. Seine literarischen Fingerübungen hat er bereits in diversen Anthologien veröffentlicht. Einige eBooks der harten Genreliteratur finden sich ebenfalls im World Wide Web. Mit Leidenschaft literarisch tätig ist er schon, seit der erste Laptop auf dem Schreibtisch stand. Seitdem brennt auch die Faszination für alles, was im Abseits steht – von Horror über alternative Welten bis hin zum gesellschaftlichen Rand.

Hier gehts zum Beitrag der Bloggerin auf dem Blog Kulturgeschwätz


Interview mit dem Longlist-Autor

Du stehst auf der Longlist des Blogbuster-Preises. Hättest Du damit gerechnet?

Niemals. Die Menge an Absagen, die man so im Laufe der Jahre für seine Texte kassiert, ist einfach zu groß, als das man mit riesigen Hoffnungen an so eine Sache ran geht. Umso überwältigender und schöner war es, endlich mal ein richtig positives Feedback zu bekommen. Für mich war es schon ein Gewinn, als die Mail mit der Anfrage nach dem ganzen Manuskript kam.

Warum hast Du Dich gerade bei dem Blog „Kulturgeschwätz“ beworben?

Ich habe mir bei allen Blogs die Liste von Rezensionen angeschaut und bei Katharina von Kulturgeschwätz einfach die meisten Übereinstimmungen zu meinem eigenen Bücherregal entdeckt. Besonders die scharfsinnige Analyse von Philip K. Dicks „Das Orakel vom Berge“ hat mir gezeigt: Wenn jemand meine Zeilen versteht, dann sie.

Blogbuster ist ein etwas anderer Literaturwettbewerb. Was hat Dich gereizt, daran teilzunehmen?

Ehrlich gesagt bin ich ziemlich frustriert vom ganzen Literaturbetrieb. Da schreibt man sich ellenlang die Seele aus dem Leib und bekommt von allen Verlagen die gleiche, standardisierte Absage-Mail, bis man sich selber sicher ist, dass der eigene Text nix ist. Und dann geht man in die Buchhandlung und was die Verlage veröffentlichen, ist Kitsch, Krimis nach Schema F und alte Schinken. Neues und Verqueres wird den Leuten kaum angeboten, so dass auch gar kein Appetit danach entstehen kann. Der Blogbuster reizte mich also, weil er die Chance bietet, einen Querschuss in diese ziemlich eingefahrene Literatur-Maschinerie abzufeuern. Nicht nur für unetablierte Autoren, sondern auch für Blogger, die von der Literaturwirtschaft mit ähnlichem Naserümpfen abgegolten werden. Dazu ein immergrünes Zitat: „The times they are a-changin‘“

Die erste Hürde ist genommen, welche Chancen rechnest Du Dir aus, auch die Fachjury zu überzeugen?

Das ist eine völlig irrwitzige Vorstellung, der ich mich gerne mit ganzem Herzen hingebe.

Wie lange hast Du an dem Romanmanuskript geschrieben und was hast Du bisher schon unternommen, um einen Verlag zu finden?

Das Schreiben hat mehr als ein Jahr gedauert. Danach ging es ans Korrigieren, danach habe ich eine Liste mit allen Verlagen erstellt, in deren Programm das Manuskript passen könnte, habe Exposés, Textproben, Lebensläufe usw. erstellt und Massen an Mails und sogar echte Briefe verschickt – die jeweils 50 Seiten musste ich heimlich auf der Arbeit ausdrucken, um mich nicht finanziell zu ruinieren. Aber nicht verraten.

Was wirst Du zusammen mit Deinem Blogger noch unternehmen, um Dich und Dein Manuskript zu promoten?

Postings in sozialen Medien sind schon raus, ein epischer Zwei-Teiler von Fragebogen kommt und demnächst drehen wir noch einen bombastischen Kinotrailer mit Regisseur Michael Bay. Scherz. Vielleicht bastel ich aber ne Collage.

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