Longlistautorin Nr. 3: Heike Duken im Bücherwurmloch

Mareike Fallwickl (Bücherwurmloch) geht mit „Rabenkinder“ in den Wettbewerb

„Sie sagt, du brauchst keine Angst zu haben. Du hast nur geträumt. Aber das stimmt nicht“

Charly ist gestorben. Die Schildkröte, die 1976 zu Nele, Karen und Hannes ins Haus kam, ist vierzig Jahre alt geworden – die drei Geschwister sind lange schon fort. Die Eltern, Mutter Frieda und Stiefvater Hannes, wollen Charly beerdigen und laden dazu die ganze Familie ein. Doch das ist nicht einfach irgendein Familientreffen, denn dies ist keine Familie, die jeden Sonntag beim Braten zusammensitzt. Sie ist vielmehr eine zufällige Ansammlung von Menschen, die alle auf ihre Art zerbrochen sind. Hannes, der aus seiner Kindheit voller Gewalt heraus dagegen angekämpft hat, selbst zu verletzen, was ihm nicht gelungen ist. Alexander, Hannes’ Sohn aus erster Ehe, den er verlassen, aber nie vergessen hat. Nele, die nach mehreren Fehlgeburten ein beeinträchtigtes Kind in China adoptiert hat, Max, der keinen Vater hat und so viel Wut in sich. Karen, die riskiert, dass ihr drogensüchtiger Sohn Tim vor ihrer eigenen Haustür erfriert. Hannes, der viel fühlt und wenig spricht, dessen Sohn Jan verzweifelt ist, weil seine Freundin Meytab vergewaltigt wurde. Sie alle tragen schwer an ihren Geschichten, an ihren seelischen Wunden. Sie alle kommen, um sich von Charly zu verabschieden. Und als sie einander sehen, blicken sie in ihre eigenen Abgründe. Aber so ist es in allen Familien: Erst muss etwas aufbrechen, um dann vielleicht endlich heilen zu können.

Rabenkinder von Heike Duken hat für mich von Anfang an geleuchtet. Angefunkelt hat es mich, schon nach der ersten Seite, nach dem Prolog, ich war sofort angefixt. Von allen 26 Leseproben war dies die eine, die mich ganz innen drin getroffen hat.

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