Katharina Herrmann – Ich mag mutige Bücher und lege Wert auf eine bewusst gestaltete Sprache.

Für schlechte oder mittelmäßige Bücher fehlt mir die Geduld. Ein Buch sollte mehr zu sagen oder darzustellen haben als einen bloßen Plot. Stereotype Figuren langweilen mich. Ich habe die Tendenz, Bücher politisch und gesellschaftskritisch zu lesen, mag mutige Bücher und lege Wert auf eine bewusst gestaltete Sprache. Ein Buch darf ruhig komplex sein, auch sprachlich. Ich mag es nicht, wenn ein Autor dem Leser keine Interpretation zutraut. Im Idealfall berührt ein Buch das Allgemeinmenschliche. Leider habe ich kein Herz und keinen Humor, entsprechend interessieren mich Liebesgeschichten in der Regel nicht, lustige Bücher finde ich oft sehr unlustig. Ich brauche kein Happy End. Aber ich habe ein Gehirn, und im Idealfall schafft es ein Buch, mich ordentlich zu verwirren. Wenn es mich darüber hinaus auch noch emotional trifft, obwohl ich kein Herz und keine Gefühle habe, dann wäre das großartig. Solche Texte würde ich gerne bekommen.

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1 Kommentare

  1. Sehr geehrte Frau Herrmann,

    das Voltaire-Zitat: „Jede Art zu schreiben ist erlaubt, nur nicht die langweilige“ – beziehe ich auch aufs Lesen von Büchern, Essays usw.
    Gerne lese ich Texte die nicht nur flüssig geschrieben sind, sondern die mich auffordern, den Satz oder Absatz nochmal durchzugehen.
    Als ich vor einigen Jahren mein Manuskript aus einer ‚Schublade‘ herausholte, bat ich eine Bekannte, die früher zusammen mit ihrem Mann einen Verlag führte – der wie viele andere von einem Großverlag übernommen wurde – das MS doch mal durchzusehen, was sie dann auch tat, und zwar von spät abends bis in eine frühe Morgenstunde, wie sie mir berichtete; um auch noch anzumerken: „ich hatte das Gefühl, als wäre ich vom Lesen besoffen geworden, weil mich der Text sog-artig festhielt.“ Nun, das kann z.T. auch den Nachtstunden geschuldet sein.

    Das MS ist bereits Buch geworden und heißt „Katzenwildnis Die Nacht hüllt uns in ihr Fell“. Veröffentlicht bei Amazon KDP, unter meinem Künstlernamen Matthies von Bonin.
    Die erste Veröffentlichung erschien unter Evelyne von Bonin, da mir das Cover aber zu brav erschien, habe ich ein neues entworfen (ich bin auch in der Bildenden Kunst bewandert) – und den Text, nicht Inhalt, etwas überarbeitet.

    Kurz-Notiz: Eine Katzentruppe erzählt, wie sie sich mit Ironie, Poetik und bissigem Humor durchs Leben schlägt. Die Katzen und Kater haben zuweilen ihre eigene Ausdrucksweise. Auch haben sie u.a. keine Pein, sich auf eine „irre Reise“ zu begeben…

    Angeregt durch Ihre Blogbuster-Zeilen, sehr geehrte Frau Herrmann, fühlte ich mich ermutigt Ihnen zu schreiben. Sofern Sie Interesse an meinem o.g. Text haben, würde ich mich freuen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Evelyne v. Bonin

    PS: ein Druckbuch-Exemplar kann ich ggf. zusenden.

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